Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Kultur Jetzt in Köln: Darth Vaders echte Gasmaske
Nachrichten Kultur Jetzt in Köln: Darth Vaders echte Gasmaske
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:12 20.05.2015
Darth Vader zieht durch die Ausstellung. Quelle: Henning Kaiser
Anzeige
Köln

onaten eine "Star Wars"-Ausstellung gezeigt, die mehr als das sein will - der Besucher soll sich selbst besser kennenlernen.

Eine "interaktive Reise" zur Identität der Filmcharaktere kündigte Andreas Waschk, Geschäftsführer des Wissenschaftsmuseums Odysseum, am Mittwoch an. Und tatsächlich: Überraschend fundiert und zudem kurzweilig beschäftigt die Ausstellung sich mit dem komplexen Konzept der Identität.

Klar, die wahren Fans kommen in erster Linie für die 200 Original-Requisiten, -Modelle und -Kostüme aus den insgesamt sechs Filmen. Für sie zählt der ausgiebige Blick auf das blecherne Outfit, das Kenny Baker als R2-D2 trug. Oder auf das lebensgroße Modell von Anakins Pod-Renner, dessen blaue Streifen an den Sportwagen des jungen Regisseurs George Lucas erinnern. Oder auf den echten, haarigen Chewbacca, der seinerzeit natürlich nicht am Computer, sondern in langwieriger Handarbeit erstellt wurde. Oder eben auf das respekteinflößende Kostüm Darth Vaders, das ganz am Ende der Schau auf den Besucher wartet. Angemessen präsentiert natürlich, als Solo-Exponat in schummrigem Licht auf einer eigenen kleinen Bühne.

Zu all dem liefert die Schau Hintergrundwissen, das Hardcore-Fans womöglich bekannt, für die meisten aber wohl neu ist. Zum Beispiel, dass Darth Vaders Aussehen auch dem Zufall geschuldet ist: In der ersten Version des Kostüms wurde genommen, was gerade zur Hand war - unter anderem ein deutscher Armeehelm aus dem Zweiten Weltkrieg und eine Gasmaske.

Bei allem Ernst, mit dem die Fans diese Exponate sezieren werden, wird die Schau dennoch nicht zur Nabelschau der "Star Wars"-Welt. In zehn Schritten und in steter Spiegelung der Filmfiguren wird gezeigt, wie der einzelne Mensch zu dem wird, was ihn ausmacht.

Mit einem Armband am Handgelenk sollen die Besucher Entscheidungen treffen: Welcher Charakter aus den verschiedenen Galaxien ist man selbst? Mit welchen Begabungen wurde man geboren? Welche kulturellen Einflüsse haben einen geprägt? Passend dazu werden Filmsequenzen gezeigt, die den Stellenwert dieser Fragen am Leben von Luke und Anakin Skywalker verdeutlichen. En passant lernt man dabei nicht nur, dass Chewbaccas Stimme eine Mischung aus Walross und Schwarzbär ist, sondern auch den Unterschied zwischen responsiver und kontrollierter Erziehung (auf das Kind eingehen oder eher klare Regeln vorgeben). So hat die Ausstellung auch für Besucher einen Mehrwert, die dem "Star Wars"-Virus nicht verfallen sind.

Ob man für diesen Mehrwert allerdings bereit ist, die happigen Eintrittspreise zu zahlen, muss jeder selbst entscheiden. Bei mindestens 21,95 Euro für Erwachsene und 15,95 Euro für Kinder kann der Museumsbesuch für Familien ein teurer Spaß werden.

Die Ausstellung wurde unter anderem vom Montréal Science Centre entwickelt und hatte dort 2012 Premiere. Seitdem gastierte sie in Paris und Lyon, in Köln ist sie mindestens bis zum 20. September zu sehen und geht anschließend wieder ins Ausland. Insgesamt ist sie den Organisatoren zufolge in den letzten drei Jahren schon von über einer Million Menschen besucht worden.

dpa

Schlagersänger Guildo Horn (52) hat das Aus der finnischen Punkband Pertti Kurikan Nimipäivät (PKN) mit vier behinderten Musikern beim ESC bedauert. "Natürlich wäre es der Oberhammer gewesen, wenn die finnischen Punkrocker im Finale vor vielleicht 200 Millionen Fernsehzuschauern aufgetreten wären", sagte Horn der Deutschen Presse-Agentur in Trier.

20.05.2015

Schweden? Italien? Oder doch Australien? Glaubt man den Wettanbietern, landen diese drei Länder beim Eurovision Song Contest (ESC) in Wien weit vorne. Der deutschen ESC-Hoffnung Ann Sophie räumen die Buchmacher keine großen Chancen ein, sie rangiert bei den Wettanbietern jenseits der Top Ten.

20.05.2015

Die Pressekonferenz ist längst vorbei. Jane Fonda und Harvey Keitel sind schon gegangen. Michael Caine aber ist immer noch da. Umringt von Dutzenden Fans gibt der 82-Jährige am Mittwoch beim Filmfestival Cannes geduldig Autogramme und posiert für Fotos.

20.05.2015
Anzeige