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„Kadanza“ mit Blockflöten

Potsdamer Trio „tric, troc, tron“ beim Finale von „Musik aus Kommunen“ „Kadanza“ mit Blockflöten

Am Sonnabend geht’s in Chemnitz beim Finale des ostdeutschen Musikwettbewerbs „Musik aus Kommunen“ um den Sieg: Mit dabei ist neben einem Duo aus Sachsen sowie Sachsen-Anhalt das Blockflöten-Trio „tric, troc, tron“ der Städtischen Musikschule Potsdam. Leonie Knöppel, Luise Catenhusen und Björn Weidemann spielen zum Beispiel „Kadanza“ von Nieuwkerk.

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Leonie Knöppel, Luise Catenhusen und Björn Weidemann (v.l.).

Quelle: PHIL DERA

Potsdam. Der Notenständer ist rasch aufgebaut. In Leonie Knöppels WG. Dann flötet sie mit Björn Weidemann auch schon munter los. Die beiden geben eine kleine Hörprobe aus ihrem 15-minütigen Programm, mit dem „tric, troc, tron“ zum Finale des ostdeutschen Musikwettbewerbs „Musik aus Kommunen“ am Sonnabend im Chemnitzer Opernhaus auftritt. Zu diesem Potsdamer Blockflöten-Trio gehört auch Luise Catenhusen, die seit Kurzem in Hamburg Musik studiert. „Kadanza“ von Willem Wander van Nieuwkerk spielen Leonie und Björn ohne sie grad vor. Und es klingt so beschwingt, so eingängig.

Im Juni hat das Ensemble der Städtischen Musikschule Potsdam, wo sich die drei vor anderthalb Jahren auch kennengelernt haben – beim selben Lehrer, Simon Borutzki – beim Brandenburger Regionalausscheid in Spremberg in ihrer Altersklasse gewonnen. Und nun werden sie sich mit dem Violine-Klavier-Duo „Kosmos“ aus Leipzig sowie dem Cello-Klavier-Duo Antonia Grohmann und Jorma Marggraf aus Halle messen. „Auch was Klassisches, Altes haben wir da in petto. Den ersten Satz aus Georg Philipp Telemanns ,Sonate III’“ , sagt Björn Weidemann. „Aber wir haben auch extra zwei neue moderne Stücke eingeübt. ,Blue Train’ von Sylvia C. Rosin. Und das zweite hat Luise arrangiert, die Melodie vom Handy-Spiel ,Angry Birds’ des 1982 geborenen Ari Pulkkinen.“ Francois Couperins „Le Tic-Toc-Choc ou Les Maillotins“ indes, das sie beim Landeswettbewerb auf der Pfanne hatten, wird in Chemnitz nicht zu hören sein.

Jedes zweite Wochenende üben sie seit dem Sommer fürs Finale. Und manchmal machen Leonie (20), Luise (19) und Björn (19), die sich nicht bloß flötend, sondern auch menschlich gut verstehen, hinterher noch irgendwas zusammen. „Kochen zum Beispiel und quatschen“, erzählt Björn Weidemann.

Schon aufgeregt? „Nö“, sagt Leonie Knöppel, die aus Bonn stammt und deren Mutter Organistin und Klavierlehrerin ist, daher hat sie wohl auch die musikalische Ader geerbt. „Dafür hatte ich bisher ja gar keine Zeit. Ich musste jetzt erstmal ein Referat zum Thema Narzissmus vorbereiten.“ Sie studiert in Potsdam im dritten Semester Psychologie. Und singt außerdem im Landesjugendchor Brandenburg. Der Stahnsdorfer Björn steckt in seiner studiumvorbereitenden Ausbildung. Klar, Musik. Grad war die Premiere zur Theatercollage „Der Krieg. In mir. In Dir. In uns“ im Potsdamer Treffpunkt Freizeit, wo er dabei ist.

Blockflöte spielen alle drei von Kindesbeinen an. Und woher kommt eigentlich der Name für ihr Trio? Leonie Knöppel lacht und erklärt: „Ach, das ist eine sehr lustige Geschichte. Wir sollten für die erste Runde einen für uns finden und haben uns zunächst ein bisschen schwer damit getan. Da es schnell gehen musste, haben Björn und Luise eines Abends das Wort Trio aus einer Laune heraus in ein Online-Wörterbuch eingegeben. Das wollten sie auf Polnisch übersetzen lassen. Und das Ergebnis war: tric troc tron. Es sind tatsächlich drei polnische Wörter, die aber beileibe nicht Trio heißen. Da war ein bisschen was schief gegangen. Doch wir fanden den Namen schön.“

Im Februar 2016 wird „tric, troc, tron“ bei den Montagskonzerten im Berlischky-Pavillon in Schwedt/Oder musizieren. Und im Sommer gemeinsam mit dem MDR-Orchester. Doch Sonnabend geht’s mit dem Bus, in dem ebenso eine Klasse aus der Rosa-Luxemburg-Schule Potsdam mitfährt, für die es auch eine Führung durch das Chemnitzer Opernhaus gibt, zum Finale. Eingerahmt wird es von der Deutschen Streicherphilharmonie. „So gegen 19 Uhr werden wir dran sein“, sagt Björn Weidemann. Und was ist da dann mit dem Adrenalinspiegel? „ Kann sein, dass er steigt. Aber so’ne gewisse Grundspannung ist ja immer gut.“

Von Angelika Stürmer

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