Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Kultur Kein roter Teppich in Bayreuth - auch Staatsempfang abgesagt
Nachrichten Kultur Kein roter Teppich in Bayreuth - auch Staatsempfang abgesagt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:56 23.07.2016
Der Staatsempfang zu Beginn der Festspiele wurde abgesagt. Quelle: Nicolas Armer
Anzeige
München/Bayreuth

Aus Respekt vor den Opfern des Münchner Amoklaufs verzichten die Bayreuther Festspiele bei der Eröffnung an diesem Montag (25.7.) auf den roten Teppich für die Prominenz. Auch den traditionellen Staatsempfang nach der Premiere wird es nicht geben.

Die Aufführung der Neuinszenierung der Oper "Parsifal" von Richard Wagner soll aber stattfinden.

"Unsere Anteilnahme und unser Mitgefühl gehören in dieser schweren Stunde den Angehören der Opfer des gestrigen Amoklaufs", sagte Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe am Samstag. Aus Respekt vor den Opfern und den Angehörigen verzichte man zur diesjährigen Premiere auf den sonst üblichen roten Teppich zur Begrüßung der Festspielprominenz, teilte die Stadt Bayreuth mit.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) sagte nach dem Amoklauf von München den Staatsempfang zum Beginn der Festspiele am Montagabend ab. Dies gebiete der Respekt vor den Opfern und ihren Angehörigen, sagte er am Samstag nach einer Sondersitzung des bayerischen Kabinetts in München.

"Wir plädieren eindeutig dafür, diesen "roten Teppich" nicht stattfinden zu lassen", hatte schon zuvor Festspiele-Sprecher Peter Emmerich der Deutschen Presse-Agentur gesagt. "Alles andere würden wir als geschmacklos und völlig unpassend empfinden."

Die Premiere selbst solle aber wie geplant stattfinden, sagte der Sprecher. "Der "Parsifal" ist ein Werk, das eine Friedens- und Versöhnungsbotschaft enthält." Regie führt Uwe Eric Laufenberg, Dirigent ist Hartmut Haenchen.

Indessen haben erste Politiker die Teilnahme an der Premiere abgesagt. So kämen Bayerns Justizminister Winfried Bausback (CSU) und seine Frau nicht nach Bayreuth, teilte sein Sprecher mit. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte schon vor Wochen wissen lassen, dass sie dieses Jahr entgegen ihrer sonstigen Gewohnheit aus terminlichen Gründen nicht zur Eröffnung der Bayreuther Festspiele kommen wird.

dpa

Nein, auf fliegenden Besen sind die Spieler nicht unterwegs. Und der goldene Schnatz entpuppt sich als Tennisball. Hoch her geht es bei der Quidditch-Weltmeisterschaft in Frankfurt trotzdem.

04.08.2016

Ein einst krebskranker Junge, eine einsame Arzthelferin, ein desillusionierter Filmprofessor und eine ehemalige Diva – sie alle verbinden ein Dackel und die Einsamkeit.

25.07.2016

Dieser Film zwingt die Zuschauer, genau hinzusehen. Der italienische Berlinale-Gewinner "Seefeuer" handelt vom Flüchtlingssterben im Mittelmeer.

In einer Mischung aus Dokumentation und inszeniert wirkenden Szenen erzählt Regisseur Gianfranco Rosi vom Alltag auf der italienischen Insel Lampedusa, die seit Jahren Ziel von Bootsflüchtlingen aus Afrika und anderen Ländern ist.

Rosi, der 2013 für "Das andere Rom" den ersten Goldenen Löwen der Filmfestspiele Venedig für einen Dokumentarfilm gewann, erzählt aus zwei Blickwinkeln: Auf See geht es um das Sterben der Bootsflüchtlinge und die oft vergebliche Arbeit der Retter, an Land dreht sich alles um das Erleben eines 12-jährigen Inselbewohners.

25.07.2016
Anzeige