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Kultur Khook – eine bissige Satire aus dem Iran
Nachrichten Kultur Khook – eine bissige Satire aus dem Iran
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12:20 26.02.2018
Hasan Majuni als verbotener Filmregisseur in Khook von Mani Haghighi. Quelle: Berlinale
Berlin

Es ist immer wieder erstaunlich, was im iranischen Kino trotz Zensur möglich ist. Mani Haghighi hat mit Khook (Schwein) im Wettbewerb der Berlinale eine beißende Satire auf eben diese Zensur im Iran vorgelegt.

Ein skuriller Plot

In Teheran werden reihenweise Filmregisseure geköpft. Allen Opfern wird mit einer Rasierklinge „Khook“ (Schwein) in die Stirn geritzt. Nur Hasan, grandios gespielt von Hasan Majuni, bleibt am Leben und fragt sich, ob er ein so schlechter Filmemacher ist, dass ihn niemand umbringen will. Seit er mit Berufsverbot belegt ist, muss er Werbefilmchen drehen und bewegt sich nur noch am Rande der Teheraner Kinoszene. Als plötzlich sein schlimmster Rivale, der auch noch mit seiner Liebsten, die er als Schauspielerin groß gemacht hat, einen Film drehen will, ebenfalls geköpft wird und wenig später auch die Schauspielerin tot aufgefunden wird, steht der eifersüchtige Hasan erst bei der Polizei und schließlich in den sozialen Medien unter Verdacht, der Mörder zu sein. Da hilft es nur noch, den eigenen Tod auf Instagram zu inszenieren.

Abgedreht und verzweifelt

Der Film ist ein mit Heavy-Metal-Sounds unterlegter Rausch von Farben. Man muss nicht jedes Detail und jeden Seitenhieb auf die Zustände im Iran verstehen, um diesen Film zu genießen. Er zeigt den modernen, jungen Iran in seiner Abgedrehtheit und politischen Verzweiflung.

Nächste Vorstellungen: 22.02.: 13:30, Friedrichstadt-Palast, 18.30 Uhr, Haus der Berliner Festspiele und 22.20 Uhr International; 25.02.: 20 Uhr, Friedrichstadtpalast.

Von Mathias Richter

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