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Kultur Kinderwagenkino gestartet
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09:11 07.10.2015
Nina Waskowski mit ihrem kleinen Schatz Tarek. Quelle: Christel Köster
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Babelsberg

Tarek verbringt die ersten Filmminuten auf Mamas Schoß. Irgendwann legt Nina Waskowski ihren müden Schatz in den Kinderwagen. Die nächsten eineinhalb Stunden schlummert der Kleine, während seine Mama „Ich und Kaminski“ sieht. Irgendwann meldet sich dann der hungrige Tarek – und wird gestillt und bekuschelt. Ganz ohne schlechtes Gewissen, mit einem auch mal quengelnden Baby jemanden beim Filmegucken zu stören, können Mütter und Väter jetzt einmal in der Woche das eigens für sie geschaffene Kinderwagenkino im Babelsberger „Thalia“ besuchen.

Doch gut Ding will offenbar Weile haben. Zum Auftakt am Dienstag Vormittag kamen: leider nur Nina Waskowski und ihr knapp halbjähriger Sprössling. „Ich habe mich so auf diesen Vormittag gefreut – endlich mal wieder ins Kino!“ Seit Tarek auf der Welt ist, hat es die alleinerziehende Mutter kein einziges Mal vor die Leinwand geschafft. „Im ,Thalia’ habe ich zwar Popcorn für gemütliche Fernsehabende gekauft – aber das ist ja nicht dasselbe wie Kino.“ Während der Schwangerschaft sei die Referentin der Linke-Landtagsfraktion „dreimal in der Woche“ ins Kino gegangen, hatte Filme gewissermaßen auf Vorrat geguckt. Praktisch: Sie wohnt nur ein paar Häuser neben dem „Thalia“. Mit der Wahl von Wolfgang Beckers Romanverfilmung „Ich und Kaminski“ fürs erste Kinderwagenkino zeigt sich die 37-Jährige unbeeindruckt: „Was läuft, war mir wurscht, so lange es keinen Ballerfilm gibt. Aber so etwas bringt das ,Thalia’ ja eh nicht.“

Wie schwer es mit kleinen Kindern ist, für Kulturgenuss das Haus zu verlassen,weiß „Thalia“-Marketingchefin Daniela Zuklic am besten. Ihre zwei Jungs (fünf und knapp zwei Jahre) halten sie ordentlich auf Trab. Zeit für Kulturgenuss? Fehlanzeige. Das neue – in Brandenburg wie Berlin sehr seltene – Angebot muss sich jedoch erstmal warm laufen und unter Eltern herumsprechen. Nina Waskowski berichtet von Freundinnen, die gern mitgekommen wären, aber momentan urlauben. Die Vorstellungen im Kinderwagenkino finden bei gedämpftem Licht und Ton statt, damit die Kleinen nicht so heftigen Reizen ausgesetzt sind. Der frühe Vormittag wurde bewusst gewählt: Die Kleinen brauchen vielleicht wieder ein Schläfchen, aber das Mittagessen ist noch fern. Und größere Geschwister sind in Kita oder Schule.

Im Januar will Nina Waskowski, sofern es mit einem Kita-Platz klappt, wieder arbeiten gehen. Bis dahin mag die Babelsbergerin so oft wie möglich mit Tarek das Kinderwagenkino genießen.

„Er ist wieder da“

Dienstags, jeweils um 9.30 Uhr, sind Mütter und Väter mit ihren Babys zum Kinderwagenkino ins „Thalia“, Rudolf-Breitscheid-Straße 50, eingeladen. Am 13. Oktober wird die Bestsellerverfilmung „Er ist wieder da“ von Regisseur David Wnendt gezeigt: Der im Berlin der Gegenwart wiederauferstandene Adolf Hitler wird zum Star des Privatfernsehens. Bitterböse Satire – unbedingt angucken!

Wickelmöglichkeiten stehen ab sofort im Kino zur Verfügung.

Von Ricarda Nowak

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