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Kultur Kopf aus und Scooter an
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10:13 04.03.2016
H.P. Baxxter Quelle: dpa (Archiv)
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Berlin

Nach rund eineinhalb Stunden schnappt sich H.P. Baxxter am Donnerstagabend im Berliner Velodrom eine E-Gitarre. Zum Spielen? Ach was, viel wichtiger ist, dass aus dem Ding die Funken sprühen. Dazu wackeln die Gogo-Tänzerinnen mit allem, was an ihren Körpern wackelbar ist, und der Scooter-Frontmann brüllt „Fire“. Der Wunsch des wasserstoffblonden Techno-Messias ist der Pyrotechnik Befehl. Es rummst und bummst, flächendeckend steigen Flammen auf.

Scooter feiern Rockshows ohne Rockmusik. Dazu passt, dass ihr Frontmann aussieht wie eine schlaksige Version von Billy Idol. Ach und überhaupt, H.P. Baxxter! Wer ihn nicht erträgt, kann die Arena auch sofort wieder verlassen. Seine Ansagen („Wicked!“, „Request!“, „Yeaaah!“) sind so subtil wie ein Porno, aber er ist – um mit Deichkind zu sprechen – „Leider Geil“. Er zieht sein Ding durch wie einst Lemmy Kilmister. Ein Mensch, der als Hans-Peter Geerdes in einem Kaff in Ostfriesland aufwächst und sich dann H.P. Baxxter nennt, muss ein guter sein. Ganz sicher nicht die hellste Birne am Leuchter, aber auch keiner, der so tut als wäre er es.

Und so entwickelt sich der Abend zum herrlich ekstatischen Techno-Event. Wie in einer provinzdeutschen Großraumdisco zielen die Laser ins Publikum, auf der Leinwand wabern Farben und Gesichter als psychedelischer Farbbrei. H.P. brüllt sich von „Maria (I Like It Loud)“ über „Posse (I Need You On The Floor)“ bis zu „J’adore Hardcore“ durchs eigene Repertoire. Holzhammer-Poesie deluxe. Am Ende stehen bei „Hyper Hyper“ alle auf der Bühne, die Gogo-Mädels, die Breakdance-Jungs, die beiden wie Duracell-Hasen mit den Köpfen wippenden Keyboarder. Es sieht aus wie auf einer Kirmes. Und eine Kirmes, die macht Spaß. H.P. sagt „Das ist ja der Wahnsinn!“ So eine Ansage durfte man in den 90ern machen, der Herr Baxxter darf es noch heute.

Von Maurice Wojach

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