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Kultur Küsser für Kunstperformance gesucht
Nachrichten Kultur Küsser für Kunstperformance gesucht
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22:10 22.05.2017
Peter Behrens, Der Kuss, 1898, Farbholzschnitt, 36,3 x 27,5 cm Quelle: Martin Adam, Berlin
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Berlin

Das deutsch-russische Künstlerduo Römer + Römer sucht für eine Berliner Ausstellung Freiwillige, die bei einer Kuss-Performance mitmachen. Im Bröhan-Museum sind vom 15. Juni bis zum 3. Oktober unter dem Titel „Kuss“ Werke von Rodin bis Bob Dylan zu sehen. Das Duo Römer + Römer will die „postfaktische Knutschperformance“ zur Vernissage am 14. Juni zeigen.

Römer + Römer, Der Kuss, 2011, Öl auf Leinwand, Privatbesitz Quelle: gerd taskanogerd taskano

Gesucht werden zehn einzelne Freiwillige oder fünf Paare, die sich küssen. Es gibt eine Aufwandsentschädigung von 80 Euro pro Paar, wie das Museum am Montag erklärt. Die Aktion soll ungefähr anderthalb Stunden dauern.

Wie Pressesprecherin Corinna Kleis auf Nachfrage mitteilt, gebe es schon einige Bewerber. Der Bewerbungsprozess und das künstlerische Auswahlverfahren dauern aber noch an. Die Mailadresse des Museum lautet: info@broehan-museum.de

Fidus, Paar im Sternenkranz, 1912, Öl auf Leinwand, Archiv der deutschen Jugendbewegung, Witzenhausen Quelle: VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Der Kuss, auch der tödliche, vom 19. Jahrhundert bis heute betrachtet

Die Ausstellung setzt mit der Kunst des späten 19. Jahrhunderts ein und verfolgt das Motiv bis in die Gegenwart. Um 1900 beschäftigte sich die Kunst geradezu obsessiv mit dem Kuss. Im Symbolismus hatten die tödlichen Küsse von Sphinx, Vampir und Co. Konjunktur.

Auguste Rodin, Der Kuss, 1904, Bronze, Musée Rodin, Paris Quelle: Bröhan Museum

Neue, bisweilen auch politische Bedeutungen erhielt der Kuss seit den 1960er Jahren vor dem Hintergrund aktueller künstlerischer und gesellschaftlicher Diskurse: Themen wie Identität, Feminismus, (Homo-)Sexualität und Körper beschäftigen Künstler/innen bis heute, so die Macher der Ausstellung.

Zu den gezeigten Künstlern gehören unter anderen Marina Abramović, Orlan, George Grosz, Ernst Ludwig Kirchner, Wolfgang Mattheuer, Edvard Munch und Cornelia Schleime.

Von MAZonline/grm mit dpa

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