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Kultur Kunstoffensive am Havelufer
Nachrichten Kultur Kunstoffensive am Havelufer
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17:27 24.02.2013
POTSDAM

. Jutta Götzmann, Direktorin des Potsdam-Museums, stellte das Projekt in ihrer Funktion als Vorsitzende des Beirats für Kunst im öffentlichen Raum vor, der bei den Planungen federführend ist.

Beginnen soll der Pfad auf dem Ufergrundstück vor dem VW-Designzentrum in der Schiffbauergasse, der Zielpunkt ist auf der Wiese zwischen Burgstraße und Alter Fahrt hinter dem Alten Rathaus mit dem Potsdam-Museum. Insgesamt wurden 14 meist in Wassernähe liegende Punkte ausgewählt, die im Laufe der nächsten Jahre mit zeitgenössischer Kunst besetzt werden sollen.

Die Idee für den Skulpturenpfad beruht auf einer 2007 geführten Debatte über kulturpolitische Konzepte, in der eine dramatische Benachteiligung bildender Kunst bei der öffentlichen Förderung in Potsdam zutage trat. In einem 2009 vom Kulturamt vorgestellten „Umsetzungskonzept“ zur Förderung bildender Kunst wurde erstmals das Projekt eines Skulpturenpfades an der Havel genannt.

Verworfen ist die damals geäußerte Idee, vorhandene Kunst wie die „Weltbank“ und die Bäumchen des Land-Art-Pioniers Dennis Oppenheim in der Schiffbauergasse oder eine Plastik des Potsdamers Marcus Golter zu integrieren, die der Potsdamer Kunstverein über Spenden finanzieren wollte. Mit den Metallskulpturen von Valenta und Plickat setzt der sechsköpfige Beirat auf einen Neuanfang.

Der aus Prag stammende und seit 1970 in Deutschland lebende Rudolf Valenta stellt für drei Jahre eine 3,80 Meter hohe Edelstahlplastik „Großer Fibonacci“ in Gestalt einer sich verjüngenden Dreieckskonstruktion zur Verfügung, die als Station fünf auf die Uferwiese vor dem Fluxus-Museum kommen soll.

Die 5,50 Meter hohe Doppelstele „Ambos Mundos“ des aus Hamburg stammenden Jörg Plickat wurde im Frühjahr 2012 in einer von Siegward Sprotte (1913–2004) inspirierten deutsch-chinesischen Gruppenausstellung in Bornstedt gezeigt. Sie soll als Station 14 am Zielpunkt des Skulpturenpfades hinter dem Alten Rathaus stehen.

Die Initiatoren hoffen, mit den ersten Skulpturen Käufer, Spender und Sponsoren zur Finanzierung weiterer Stationen begeistern zu können. (Von Volker Oelschläger)

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