Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Kultur Lagerfeuerromantik mit Andreas Bourani
Nachrichten Kultur Lagerfeuerromantik mit Andreas Bourani
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:53 12.02.2016
Quelle: POP-EYE
Anzeige
Berlin

Andreas Bourani tritt wie ein Heldentenor vor sein Berliner Publikum. Groß, stolz, aufrecht. Schwarz gekleidet. Die Max-Schmeling-Halle ist ausverkauft an diesem Donnerstag, gut 8000 Menschen, darunter viele junge Fans. Bourani wird freundlich empfangen. Er eröffnet mit „Füreinander gemacht“, das den Ton vorgibt an diesem Abend: Er singt Hymnen, die zum Mitsingen zwingen, und sich dabei aufs Mystische und Raunende verlassen. „Ich suchte nach allem, was ich nicht haben kann“, singt er. Das ist die Tonart von Unheilig, mit dem Unterschied, dass Andreas Bourani, dieser 32 Jahre alte Mann aus Bayern, seine Text fernhält von der dunklen Romantik. „Kannst du dich so finden wie ein Kind, weißt du, wo deine Wege sind“ – diese Art von Fragen gibt Bourani seinem Publikum auf, und es lauscht andächtig.

Ihm man die Worte, die er singt, ab

Bourani trällert, die Fans singen die Melodien wie ein Echo nach. Angenehm nüchtern führt Bourani durch den Abend, er bleibt bei sich, man nimmt ihm seine Worte ab, auch wenn er davon spricht, dass es eine Phase gab, in der er nicht mehr wusste, ob er gut genug ist für professionelle Musik. Oder ob er alles hinschmeißen soll. Aus diesen Zweifeln entstand der Song „Hey“, nach dem er sein zweites Album benannt hat: „Hey, sei nicht so hart zu dir selbst, es ist okay, wenn du fällst.“

Es ist ein gefühlsechter Abend, Bouranis Freude darüber ist authentisch

Er ist gut bei Stimme, vor wenigen Tagen musste er zwei Konzerte absagen, krankheitsbedingt. Bourani ist erholt. Singt zur wimmernden Gitarre, die an Chris Isaac erinnert. Dann der Hit „Astronaut“, er spielt ihn mitten in der Halle, am Ende des Steges, die abgeht von der Bühne. Im Original ist das ein Duett, gemeinsam mit Sido – in Berlin imitiert er Sidos abgehackten Rap, das funktioniert. Kurz bevor die Leute gehen, stimmt er „Auf uns“ an, das Lied, mit dem die ARD die WM 2014 in Brasilien begleitet hat und das seitdem der inoffizielle Weltmeister-Song ist.

Ohne dieses Stück würde Bourani wohl noch immer in den kleinen Hallen spielen. Ihm ist der Ruhm nicht zu Kopf gestiegen. Ein gefühlsechter Abend geht in Berlin zu Ende mit dem Glauben, dass Bourani sich tatsächlich freut über die Zuneigung der Fans, und diese Sympathie verwandelt in so etwas wie Lagerfeuerromantik.

Von Lars Grote

Potsdam Jugendstück am Hans-Otto-Theater - „Fucking Åmål“ in Potsdam

Die Hormone spielen bei Jugendlichen bekanntlich verrückt. Noch schwieriger ist es, wenn ein Teenager erkennt, dass er für einen gleichgeschlechtlichen Partner entflammt. Der skandinavische Film „Fucking Åmål“ erzählt eine solche Geschichte, die das Potsdamer Hans-Otto-Theater nun auf die Bühne überträgt. Mit Erfolg?

12.02.2016
Potsdam Studio Babebslberg hofft auf Baftas und Oscars - Filmausstatter für „Bridge of Spies“ nominiert

Der Berliner Set Decorator Bernhard Henrich ist für den Oscar und die Britischen Filmpreise nominiert: Er hat Steven Spielbergs Agententhriller „Bridge of Spies – Der Unterhändler“, Koproduktion von Studio Babelsberg, ausgestattet.

11.02.2016

George Clooney zeigt Bein. Channing Tatum tanzt im Matrosen-Look. Scarlett Johansson schwimmt als Nixe umher. Die 66. Auflage der Berlinale startete am Donnerstag mit der Hollywood-Satire „Hail, Caesar!“. Nach dem ruhigen Porträt über die New Yorker Folk-Szene „Inside Llewyn Davis“ sorgen die Regisseure Joel und Ethan Coen für einen Auftakt mit Startrubel und Spaßfaktor.

11.02.2016
Anzeige