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Ein Ständchen für den Dachverband

Landesmusikrat Ein Ständchen für den Dachverband

So viele engagierte Ensembles. Geschäftsführer Thomas Falk hatte die Qual der Wahl, welches Orchester am Montag die Festmusik spielen soll – dann nämlich, wenn der Musikverband des Landes Brandenburg sein 25-jähriges Bestehen feiern kann. Er entschied sich für das Landesjugendjazzorchester LaJJazzO Junior. Eine gute Wahl.

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Thomas Falk, Geschäftsführer des Landesmusikrates Brandenburg.

Quelle: Nicoi Kurth

Potsdam. „Es schwinden jedes Kummers Falten, solang des Liedes Zauber walten.“ Friedrich Schiller hätte es auch konkreter formulieren können: Die Brandenburger wären schön doof, wenn sie nicht allerorten singen, musizieren, komponieren, rocken und jazzen würden. Der Landesmusikrat, ein Dachverband mit mehr als 50 Mitgliedsorganisationen, koordiniert das vielfältige Treiben und feiert am Montagabend im Treffpunkt Freizeit in Potsdam sein 25-jähriges Bestehen.

Geschäftsführer Thomas Falk hatte die Qual der Wahl, welches seiner Ensemble die Festmusik anstimmen darf. Der Landesjugendchor, das Landesjugendzupforchester Brandenburg-Berlin oder das Landesjugendakkordeonorchester? Die Junge Philharmonie Brandenburg der das Landesjugendjazzorchester? Er entschied sich für das jüngste aller Landesensembles, das „Landesjugendjazzorchester LaJJazzO Junior“.

Der Landesmusikrat führt verlässlich die verschiedensten Wettbewerbe durch, fördert Musikinitiativen nicht nur für klassische, auch für zeitgenössische Musik, und unterstützt vor allem die Ausbildung. Das Kulturministerium stellt für diese Aufgaben per annum 236 000 Euro zur Verfügung. Die Förderung ist 2014 um 30 000 Euro gestiegen. Das ist nicht viel, aber immerhin ein Zeichen dafür, dass die Landesregierung die Arbeit des Musikrates schätzt.

„Nichts nützt dem Staat so wie die Musik“ – dieses Zitat stammt aus dem 17. Jahrhundert von dem Komödiendichter Moliere. Wenn das wirklich der Fall ist, dann wäre das Land Brandenburg gut beraten, noch mehr für die Ausbildung von Musiklehrern und für die Musikschulen zu tun.

Dass die Musikschulen in Brandenburg überhaupt überleben konnten, war kein Selbstläufer, bilanziert Thomas Falk. Sein Musikrat brachte durch eine einmalige Unterschriftenaktion im Jahr 2000 das Gesetz zur Förderung der Musikschulen durchs Parlament. Und er half auch den Kunstschulen im Lande aus ihrer misslichen Lage. In der Regie des Musikrates entstand der Verband der Musik- und Kunstschulen Brandenburg, eine bundesweit einmalige Konstruktion.

Trotz unermüdlicher Lobbyarbeit ist die ganze Branche aber alles andere als auf Rosen gebettet. Thomas Falk beklagt starke Nachwuchsprobleme. „Unsere Lehrkräfte an den Musik- und Kunstschulen werden zwei bis drei Gehaltsklassen schlechter bezahlt als die Lehrer an allgemeinbildenden Schulen“, so Falk. Gegen dieses Missverhältnis möchte er in den nächsten Jahren ankämpfen. Guten Mut!

Von Karim Saab

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