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Led Zeppelin gewinnt Plagiatsprozess um "Stairway to Heaven"

Musik Led Zeppelin gewinnt Plagiatsprozess um "Stairway to Heaven"

Der Prozess hielt Led Zeppelin und viele Fans in Atem - doch nun hat eine US-Jury entschieden: Für die Rock-Hymne "Stairway to Heaven", die Musikliebhaber seit 45 Jahren begeistert, hat die Band nicht geklaut.

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Im Plagiatsprozess um «Stairway to Heaven» hat Led Zeppelin, hier (L-R) John Paul Jones, Robert Plant und Jimmy Page, einen Erfolg errungen.

Quelle: Andy Rain

Los Angeles. Led Zeppelin kann aufatmen: Ein Geschworenen-Gericht in den USA hat die britische Rockband von dem Vorwurf freigesprochen, bei der legendären Ballade "Stairway to Heaven" von einen anderen Gruppe abgekupfert zu haben.

Die Jury in Los Angeles brauchte für ihre Entscheidung weniger als einen Tag, wie US-Medien am Donnerstag (Ortszeit) berichteten. In dem Plagiatsprozess musste Led Zeppelin sich gegen den Vorwurf wehren, die Anfangsakkorde von "Stairway to Heaven" (1971) von dem Lied "Taurus" (1968) der US-Band Spirit geklaut zu haben. Es ging auch um Tantiemen in Millionenhöhe.

Gitarrist Jimmy Page (72) und Sänger Robert Plant (67) zeigten sich erleichtert: "Wir sind dankbar für den gewissenhaften Dienst der Jury und froh darüber, dass sie zu unseren Gunsten entschieden hat." Zweifel über den Ursprung von "Stairway to Heaven" seien nun ausgeräumt. "Die Geschworenen haben bestätigt, was wir seit 45 Jahren wissen. Wir freuen uns über die Unterstützung unserer Fans und sind zuversichtlich, diese rechtliche Angelegenheit hinter uns lassen zu können."

Die beiden Musiker hatten die Vorwürfe vor Gericht als "lächerlich" zurückgewiesen und betont, den Song allein geschrieben zu haben. Die musikalischen Elemente, die auch bei "Taurus" auftauchten, seien in der westlichen Musik seit Jahrhunderten übliche Bausteine. Die Jury erklärte nach einem Bericht des "Hollywood Reporter", Led Zeppelin habe zwar Zugang zu "Taurus" gehabt, den Song also gekannt. Es gebe aber keine maßgeblichen Ähnlichkeiten der beiden Titel.

Die Klage gegen Led Zeppelin hatte Mick Skidmore, Nachlassverwalter des verstorbenen Spirit-Gitarristen Randy Wolfe (1951-1997), angestrengt. "Wir sind traurig und enttäuscht, aber müssen die Entscheidung der Jury natürlich respektieren", sagte Skidmores Anwalt Francis Malofiy der Nachrichtenwebsite "The Wrap" zufolge.

Weil bis 1976 nur Noten von Stücken urheberrechtlich geschützt waren und nicht Originalaufnahmen, ließ Richter Gary Klausner im Prozess auch keine Tonaufzeichnung als Beweismittel zu. Musikwissenschaftler spielten den Geschworenen die Stücke vom Blatt ab, zu hören bekam die Jury "Stairway to Heaven" und "Taurus" im Original aber nicht, was Klägeranwalt Malofiy heftig kritisierte.

Skidmore hatte erreichen wollen, dass Wolfe eine Beteiligung an der Komposition von "Stairway to Heaven" zuerkannt wird, um in Zukunft an den Lizenzgebühren mitverdienen zu können. Die mit dem Song gemachten Millionen bleiben aber mit der Entscheidung weiter in den Händen von Led Zeppelin. Die Tantiemen an dem auf der LP "Led Zeppelin IV" erschienenen Acht-Minuten-Stück werden auf mehr als 500 Millionen US-Dollar geschätzt. Das Magazin "Rolling Stone" setzte den Klassiker auf Platz 31 der größten Songs aller Zeiten.

Gegen die Band hatte es schon früher Plagiatsvorwürfe gegeben, unter anderem beim Hit "Whole Lotta Love". Es kam jeweils zu außergerichtlichen Einigungen.

dpa

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