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Lotto Brandenburg vergibt den Kunstpreis

Literatur und Fotografie Lotto Brandenburg vergibt den Kunstpreis

Wer in Brandenburg Lotto spielt, kann davon ausgehen, dass er damit auch Künstler unterstützt. Die Land Brandenburg Lotto GmbH vergibt jedes Jahr den Kunstpreis Literatur Fotografie. Am heutigen Donnerstag findet in Potsdam die Preisverleihung statt. Welche Künstler sind 2016 die Glücklichen?

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Aus einer preisgekrönten Serie: Nicht-Begegnung zwischen Vater und Tochter.

Quelle: Foto: Verónica Losantos

Potsdam. Vier Künstlern wird am heutigen Donnerstagabend im Potsdamer Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) der Kunstpreis Literatur Fotografie 2016 überreicht. In diese Kunstfelder hat der staatliche Wettspielbetrieb Lotto Brandenburg jeweils 10 000 Euro Preisgelder gelegt. Als Glücksfee fungierte eine jeweils dreiköpfige Jury.

Der bekannteste Name unter den glücklichen Gewinnern, der Berliner Schriftsteller Michael Wildenhain, erhält von den Geschäftsführern der Lotto GmbH den Briefumschlag mit dem dicksten Scheck – 7000 Euro. Sein vielschichtiger Roman „Das Lächeln der Alligatoren“ kam bereits im Frühjahr 2015 heraus. Er schildert zunächst ein Familiendrama vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte und tastet sich dabei an ein überraschendes Thema heran. Verhandelt wird nämlich die Frage nach der Erkennbarkeit fremder intelligenter Systeme (wie sie sich auch hinter scheinbar willkürlich gezogenen Lotto-Zahlen verstecken könnten).

3000 Euro werden dem Konto von Jakob Nolte gutgeschrieben. Der Berliner weilt derzeit in Tokyo und wird heute bei der Preisverleihung nicht dabei sein. Sein Debütroman „Alff“ wurde 2015 als „Mystery-Thriller“ bezeichnet und vom Deutschlandfunk als „das frechste literarische Debüt seit langem“ gefeiert. Die „skurrilen Figuren, ihre elliptischen Gespräche und bizarren Gedankengänge“, versichert Jurorin Julia Schoch, seien „nicht bloß Spielereien“.

Das Preisgeld für die beiden künstlerischen Fotografen beträgt jeweils 5000 Euro. Der Bitterfelder Sven Gatter lichtete Boote und Schiffe nicht in ihrem Element, dem Wasser ab, sondern als skurrile, unförmige Wesen in der Luft. Für ihn sind es Sinnbilder, die den gefluteten Tagebaulandschaften seiner mehrfach umgewerteten Heimat Rechnung tragen. Die Spanierin Verónica Losantos versucht, eine persönliche Irritation zu veranschaulichen. Nach einer Kindheit ohne Vater erkundet die 32-Jährige eine Leerstelle. Sie inszeniert Bilder, die in der Schwebe bleiben. Durch die formale Umsetzung werde die „Gratwanderung“ zwischen Imagination, Erinnerung und Realität zugespitzt, freut sich die Jury.

Von Karim Saab

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