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Lutz Seiler erhält Thüringer Literaturpreis

Für seine Gedichte und das Romandebüt Lutz Seiler erhält Thüringer Literaturpreis

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) würdigte Seiler als einen „herausragenden Schriftsteller“. Mit seinem Roman „Kruso“ (2014) habe er den in der Ostsee ertrunkenen DDR-Flüchtlingen ein Denkmal gesetzt, so die Jury, die auch Seilers Gedichte würdigte.

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Bachmann-Preisträger Schriftsteller und Lyriker Lutz Seiler im Juni 2008 vorm Huchel-Haus im Wilhelmshorst – links die Skulptur von Peter Huchel

Quelle: Christel Köster

Wilhelmshorst und Erfurt. Lutz Seiler erhält den Thüringer Literaturpreis 2017. Er werde für seinen Gedichtband „Pech & Blende“ und seinen Roman „Kruso“ geehrt. Die mit 12.000 Euro dotierte Auszeichnung soll an den Lyriker, Essayisten und Herausgeber am 21. September in Erfurt verliehen werden, teilte die Staatskanzlei am Montag in Erfurt mit.

Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) würdigte Seiler als einen „herausragenden Schriftsteller“. Bereits in seinem Gedichtband „Pech & Blende“ aus dem Jahr 2000 habe er den Bogen von seiner Herkunft in die Zukunft geschlagen. Der Thüringer Literaturpreis 2017 ehre mit ihm einen Autor, der mit Lyrik, Essay und Roman ein Werk vorzuweisen habe, „dessen Qualität in allen Gattungen und Genres besticht“, so der Regierungschef.

Den in der Ostsee ertrunkenen DDR-Flüchtlingen ein Denkmal gesetzt

Der im ostthüringischen Gera geborene Seiler hatte sich in „Pech & Blende“ mit dem Uranbergbau in seiner Heimat auseinandergesetzt. Mit seinem 2014 erschienenen Debütroman „Kruso“ - für den er bereits mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet wurde - habe er den in der Ostsee ums Leben gekommenen DDR-Flüchtlingen ein Denkmal gesetzt, hob die Jury laut Staatskanzlei in der Begründung für die Preisvergabe an Seiler hervor. Das Buch erzählt die Geschichte von „Schiffbrüchigen“ im letzten Sommer der DDR. Anfang 2016 war die Premiere der Bühnenfassung im Hans-Otto-Theater in Potsdam.

Der Preis wird seit 2005 alle zwei Jahre an Schriftsteller vergeben, die eine enge Beziehung zu Thüringen haben. Zu den bisherigen Preisträgern zählten unter anderem Ingo Schulze, Reiner Kunze und Wulf Kirsten.

Lutz Seiler lebt teilweise in Wilhelmshorst (Potsdam-Mittelmark), wo er das literarische Programm des Peter-Huchel-Hauses verantwortet.

Von epd

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