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Kultur Mad Max und die Dinos: Hollywood auf Nostalgietrip
Nachrichten Kultur Mad Max und die Dinos: Hollywood auf Nostalgietrip
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12:49 04.06.2015
Die Apokalypse geht weiter: «Mad Max: Fury Road». Quelle: Jasin Boland/Warner Bros.
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Los Angeles

"Terminator" Arnold Schwarzenegger flexte 1984 als Cyborg seine Muskeln. "Poltergeist" sorgte auf der Leinwand für Grauen. Steven Spielberg brachte in "Jurassic Park" riesige Dinosaurier zum Leben und brach 1993 Hollywoods Kassenrekorde.

Und das ist der Kinosommer 2015: "Mad Max" meldet sich zurück, wieder unter der Regie des Australiers George Miller. Doch in "Mad Max: Fury Road", dem vierten Teil des Endzeit-Infernos, spielt nicht Mel Gibson sondern Tom Hardy den Road Warrior Max Rockatansky. Schwarzenegger hält sein "I'll be back"-Versprechen und schlägt im Juli mit "Terminator: Genisys" zu. Die Neuverfilmung des Horror-Klassikers "Poltergeist" läuft bereits seit Ende Mai. Derweil überlässt es Steven Spielberg seinem Kollegen Colin Trevorrow ab kommender Woche (11. Juni) die gefräßigen Dinos in "Jurassic World" auf Menschen zu hetzen.

Hollywood ist auf dem Nostalgietrip. Da mögen manche Studiobosse auf der Zeitreise in die Vergangenheit in Kindheitserinnerungen schwelgen. Doch knallhartes Kalkül dürfte der Grund für die vielen Fortsetzungen und Revivals sein. Denn diese zahlen sich gewöhnlich an den Kinokassen aus, vor allem im Ausland. "Fast & Furious 7" und "Transformers: Ära des Untergangs" waren in China Riesenhits, warum sollten "Jurassic World" und "Terminator: Genisys" dort floppen?

Neuere Reihen wie "Die Tribute von Panem", "Twilight" und "Die Bestimmung" haben es etwas einfacher. Schlag auf Schlag kommen sie mit denselben Hauptdarstellern ins Kino. Die treue Fangemeinde fiebert schon der nächsten Folge entgegen. Das Revival der 1980er-Jahre-Hits ist heikler. Die Stars sind inzwischen deutlich älter geworden, neue Darsteller müssen her oder Plots so hingebogen werden, dass die Story noch Sinn macht. Zudem müssen junge Zuschauer begeistert werden, die noch nicht auf der Welt waren, als Spielberg die ersten Dinos erschuf.

22 Jahre nach Spielbergs "Jurassic Park" sind die Dinosaurier in "Jurassic World" noch gefräßiger geworden. Dies deutet zumindest der neue Trailer für das Spezialeffekte-Spektakel an. Darin gehen genetisch modifizierte Urzeitviecher in einem Vergnügungspark auf Menschenjagd. Mit dabei: Chris Pratt, Bryce Dallas Howard und Vincent D’Onofrio. Von der Urbesetzung um Sam Neill, Laura Dern und Jeff Goldblum kehrt dagegen niemand zurück. Das neue Horror-Szenario wurde von Colin Trevorrow inszeniert. Spielberg stand ihm als ausführender Produzent zur Seite.

Als Killer-Roboter hatte Schwarzenegger 1984 für Regisseur James Cameron erstmals zugeschlagen. Nach zwei weiteren Folgen setzte er in seiner Zeit als Gouverneur von Kalifornien bei "Terminator - Die Erlösung" (2009) eine Runde bei dem Science-Fiction-Zyklus aus. Man darf gespannt sein, wie Schwarzenegger Anfang Juli mit 67 Jahren unter der Regie von Alan Taylor ("Thor - The Dark Kingdom") in "Terminator: Genisys" agiert. Das Studio Paramount Pictures hat schon zwei Fortsetzungen für 2017 und 2018 angekündigt.

Fast 20 Jahre nach seinem ersten "Mission: Impossible"-Einsatz kommt Tom Cruise Anfang August mit dem fünften Teil in die deutschen Kinos. Für "Mission: Impossible - Rogue Nation" wagte Cruise als Top-Agent Ethan Hunt mutige Stunts. In einer Szene hängt er nur mit einem Gurt befestigt außen an einem riesigen Militärjet, der auf mehr als 1500 Meter abhebt.

Auch Harrison Ford (72) wird es nicht leid, nach den alten Sternen zu greifen. Mitte Dezember kommt er in dem siebten Film der "Star Wars"-Serie mit dem Untertitel "Das Erwachen der Macht" auf die Leinwand. 1977 war er erstmals als Pilot Han Solo in der Weltraumsaga zu sehen. Regisseur J.J. Abrams (48) erzählte kürzlich, dass er damals als Elfjähriger "Star Wars"-Filme für sich entdeckte.

Ein Ende der Nostalgiewelle ist nicht in Sicht. 2016 kommen etwa "Beverly Hills Cop 4", "Top Gun 2" sowie eine "Ghostbusters"-Fortsetzung mit weiblichen Stars ins Kino. Und der deutsche Hollywood-Regisseur Roland Emmerich hat 20 Jahre nach "Independence Day" für Juli kommenden Jahres Teil 2 des Science-Fiction-Spektakels angekündigt.

dpa

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