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Kultur Prunk und Provokation – Madonna in Berlin
Nachrichten Kultur Prunk und Provokation – Madonna in Berlin
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07:18 11.11.2015
Madonna ist am Dienstagabend in Berlin aufgetreten. Am Mittwoch spielt sie erneut in der Mercedes-Benz-Arena. Quelle: dpa
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Berlin

Madonnas erstes von zwei Berliner Konzerten war ein buntes, bizarres Bilderbuch: Nonnen im BH und knappen Höschen, die sich am Kreuz räkeln und das Abendmahl sprengen. Kreuzritter. Autowerkstatt. Lagerfeuerromantik. Ein Jazz-Club der 50er Jahre. Mit überreichen Kulissen hat Madonna ihre 24 Stück inszeniert, länger als zwei Stunden dauerte die Show, nach Mitternacht war sie zu Ende. Gut 14.000 Fans sind gekommen, die „Mercedes-Benz Arena“ war bestens gefüllt an diesem Dienstagabend.

Die Klassiker folgten im zweiten Teil des Abends

Musikalisch hielt es Madonna, 57 Jahre alt, mit der Gegenwart: Ihre elektronisch geprägten Dance-Alben der letzten zehn Jahre kamen zum Zuge, erst als neunten Song sang sie „True Blue“, ein Stück aus dem letzten Jahrtausend, es wurde freilich von Bässen zertrümmert. „Like A Virgin“, „La Isla Bonita“ und „Material Girl“ folgten in der zweiten Hälfte des Konzertes, keines mehr in der Originalinstrumentierung, alle nun im Kleid der neuen Zeit – viel Elektronik, die häufig ins Geblubber rutschte.

Ihre Stimme blieb stabil, wenn auch technisch reguliert

Da wir von Kleidern reden: Madonna hat sie oft gewechselt, mal trug sie knappes Leder, dann einen pinken, wallenden Hippierock. Jeder ihrer Schritte war einstudiert, stets war sie von Tänzern umschwärmt. Ihre Stimme blieb stabil, wenn auch technisch reguliert. Kurz vor Ende fragte sie Ronald aus dem Publikum: Willst du mich heiraten? Kannst du dir überhaupt einen Mercedes leisten? Sie macht kein Geheimnis daraus, dass sie ein Luxusweib ist. Sie hat das Recht dazu, denn ihre Show war sagenhaft lebendig, maßvoll provokativ und voller Prunk.

Von MAZonline

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