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Märkische Kinos ausgezeichnet

Kinoprogrammpreis vergeben Märkische Kinos ausgezeichnet

Am Mittwochabend wurden in Berlin die Kinoprogrammpreise verliehen. Als Anerkennung für das große Engagement der Programm-Macher in der Hauptstadtregion wurden die Kinoprogrammpreis-Prämien ab diesem Jahr um mehr als 60 Prozent auf 433.000 Euro erhöht.

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Das Thalia-Kino in Potsdam.

Quelle: Christel Köster

Potsdam. Filme sind im Kino am schönsten. Und dass man weiter kleine Meisterwerke auf großer Leinwand besichtigen kann, dazu trägt auch der Kinoprogrammpreis bei. Im Brandenburgischen haben es Kinobetreiber schließlich nicht leicht. Mit viel Herzblut und einem Hang zur Selbstausbeutung sorgen sie im ländlichen Raum dafür, dass die Filmkunst nicht zu kurz kommt. Dieses Engagement wurde Mittwochabend in Berlin vom Medienboard Berlin-Brandenburg mit dem 433. 000 Euro dotierten Kinoprogrammpreis belohnt.

Zum ersten Mal konnte sich Tim Maristany Klose, der das Movietown Wust in Brandenburg an der Havel betreibt, über eine Prämie von 5000 Euro freuen. Als Mutmachpreis bezeichnet das Medienboard die Wahl, weil der junge Mann mit viel Leidenschaft versucht, zwischen Spielhalle und Einkaufszentrum sein Kino auf Vordermann zu bringen. Nach der Digitalisierung baute er das Programm aus und erfand den „Fast verpasst-Mittwoch“, der eine letzte Chance bietet, einen Film auf großer Leinwand zu sehen. Neu in der Reihe der Preisträger sind die Kammerspiele Kleinmachnow, deren Macherinnen es mit einem anspruchsvollen Programm geschafft haben, das Kino aus der Krise zu führen. Dieses Engagement war dem Medienboard eine 7500 Euro-Prämie wert. Über die gleiche Summe kann jetzt auch das Haveltorkino in Rathenow verfügen, das jährlich 50 000 Fans besuchen. Eine beachtliche Zahl, wenn man bedenkt, dass die Stadt nur 24 000 Einwohner und eine Arbeitslosenquote von 20 Prozent hat.

Wer Nischen besetzt, überlebt, auch in Zeiten einer Fußball-Weltmeisterschaft – und wird belohnt. Wie die Kinomacher im Uckermärkischen, die auf ein attraktives Kontrastprogramm zu den Blockbustern setzen. Zum dritten Mal räumt das Multikulturelle Centrum Templin dafür die höchste Prämie von diesmal 15 000 Euro ab. Das Thalia-Kino in Potsdam ist seit Jahren bekannt für seine ambitionierten Filmreihen, in die jährlich rund 150 000 Cineasten strömen. Geschäftsführer Thomas Bastian ist sehr umtriebig und einfallsreich – dafür wurde er mit 15 000 Euro belohnt. Für ihre ehrgeizige Programmgestaltung wurden am Mittwoch insgesamt 16 Brandenburger Kino ausgezeichnet, in Berlin wurden 31 prämiert.

Von Claudia Palma

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