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Martin Roth verlässt Victoria and Albert Museum

Museen Martin Roth verlässt Victoria and Albert Museum

Der Schwabe Martin Roth galt an der Spitze des Londoner Victoria and Albert Museums als Topbesetzung. Jetzt gibt er laut Medienberichten seinen Posten auf. Welche Rolle spielte der geplante Brexit?

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Martin Roth 2010 im Dresdner Albertinum vor Gemälden von Georg Baselitz.

Quelle: Matthias Hiekel

London. Der deutsche Leiter des Londoner Victoria and Albert Museums, Martin Roth, will laut Medienberichten zurücktreten. Eine Stellungnahme des Museums gab es zunächst nicht. Warum Roth (61) den Spitzenposten im führenden britischen Museum für Kunst und Design aufgeben will, war zunächst nicht bekannt.

Spekuliert wurde, er sei enttäuscht über den Ausgang des Brexit-Referendums. Die Briten hatten sich am 23. Juni in einer historischen Abstimmung entschieden, die Europäische Union zu verlassen. Roth hatte sich vor dem Referendum deutlich gegen einen Brexit ausgesprochen. Nach Bekanntwerden des Ergebnisses zeigte er sich damals entsprechend enttäuscht. "Ich empfinde dieses Ergebnis als persönliche Niederlage", sagte Roth der Deutschen Welle.

Roth leitet das Victoria and Albert Museum seit 2011. Der Schwabe zählt zu den wichtigsten deutschen Museumschefs und galt auch in London als äußerst erfolgreich. Ausstellungen wie über David Bowie (2013) oder den Modedesigner Alexander McQueen (2015) lockten Hunderttausende an. Für 2017 ist eine Ausstellung über die Rockgruppe Pink Floyd geplant.

Von 1991 bis 2001 war Roth Direktor des Deutschen Hygiene-Museums Dresden, 2001 bis 2011 Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und von 1995 bis 2003 auch Chef des Deutschen Museumsbundes. Er ist der erste Deutsche an der Spitze eines britischen Topmuseums.

Wie es in der "Sunday Times" am Sonntag hieß, will der 61-Jährige am Montag seine Mitarbeiter über den Schritt informieren. Auch "Spiegel Online" und der MDR hatten über den Rückzug berichtet.

dpa

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