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Media-Analyse: Antenne und die MAZ spitze

Medien Media-Analyse: Antenne und die MAZ spitze

Welcher Radiosender hat in der Region Berlin-Brandenburg die Nase vorn? Und welche Tageszeitungen bevorzugen die Leser? Darauf hat die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse die Antwort. Am Mittwoch sind die Zahlen veröffentlicht worden. Über die freuen sich besonders die Verantwortlichen beim RBB und auch bei der MAZ.

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Die MAZ ist die Zeitung mit der höchsten Reichweite in der Region Berlin-Brandenburg.

Quelle: MAz

Potsdam. Jubel beim öffentlich-rechtlichen RBB: Antenne Brandenburg ist Marktführer (siehe Grafik) und damit der beliebteste Radiosender der Region Berlin-Brandenburg. Das weist die am Mittwoch in Frankfurt am Main veröffentlichte Statistik der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (Agma) für die Medienlandschaft Berlin-Brandenburg aus, die neben den Radio-Reichweiten auch die Reichweiten der Tageszeitungen ermittelt.

Freude beim Radiosender

Der Radio-Auswertung liegt die durchschnittliche Hörerzahl pro Stunde werbeführender Programme von Montag bis Freitag zwischen sechs und 18 Uhr zugrunde. Claudia Nothelle, Programmdirektorin des RBB, ist jedenfalls erfreut: „Das ist eine schöne Bestätigung der Arbeit unserer Kollegen bei Antenne Brandenburg.“ Die Landeswelle verwies den Berliner Privatsender 104,6 RTL auf Platz zwei, das private Potsdamer BB Radio landete noch unter den Top drei, was Geschäftsführerin Katrin Helmschrott glücklich zur Kenntnis nahm: „Harte Arbeit, stets neue Ideen entwickeln und sich jederzeit den Herausforderungen dieses besonderen Marktes stellen – das zeichnet mein Team aus. Unsere neue Morgenshow – seit Februar erst am Start – hat ,gezündet‘! Mit Jürgen Karney, Benni und Marlitt ist es uns gelungen, die Hörer in ihrer Lebenswelt zu ,treffen‘ und sie dort ,abzuholen’.“

80.000 Telefoninterviews

Für die aktuelle Media-Analyse wurden rund 80.000 Telefoninterviews mit deutschsprachigen Bürgern im Alter ab zehn Jahren geführt. Ein Vergleich mit früheren Erhebungen der Agma ist wegen methodischer Veränderungen nicht möglich. So basieren die aktuellen Reichweiten erstmals auf Daten der neuen amtlichen Bevölkerungsstatistik. Demnach leben in Deutschland etwa 1,3 Millionen weniger Menschen als zuvor angenommen. Außerdem wurden für die Telefoninterviews erstmals neben Festnetznummern auch Mobilfunknummern angerufen. Zusätzlich wurde die Anzahl der Befragten zwischen 20 und 49 Jahre erhöht, da diese Altersgruppe per Festnetz schwer erreichbar ist. An der Umfrage orientieren sich die Preise für Werbespots.

RBB scheint mit Programmen den Geschmack der Hörer zu treffen

Tendenziell aber lässt sich feststellen, dass sich die Hörgewohnheiten in der Region nicht wesentlich verändert haben, die Radioprogramme des RBB treffen den Geschmack ihres Publikums. Erfreulich ist, dass sich Radio Eins unter Chefredakteur Robert Skuppin zu halten scheint, ebenso wie die RBB-Jugendwelle Fritz, die in den vergangenen Jahren mit einigen Querelen zu tun hatte. Radio Berlin 88,8 erreicht auf dem hart umkämpften Berliner Radiomarkt, „dem härtesten der Republik“, wie Claudia Nothelle am Mittwoch konstatierte, den zweiten Platz – aus RBB-Sicht ein großer Erfolg.

Der Vormarsch des Internets hält die Menschen nicht vom Radio fern: Durchschnittlich drei Stunden und zehn Minuten hören sie täglich Radio, laut der aktuellen Agma-Erhebung. „Radio erweist sich erneut als verlässlicher, stabiler Werbeträger“, betont Agma-Vorstand Dieter K. Müller.

Zeitungen kämpfen weiter mit sinkenden Auflagen

Von solcher Stabilität ist bei Tageszeitungen kaum noch die Rede. Seit Jahren kämpfen Printmedien gegen sinkende Auflagenzahlen. Der neuen Media Analyse zufolge greift knapp jeder Zweite (49,7 Prozent) zu einer regionalen Abo-Zeitung. 16,9 Prozent der Bevölkerung lesen ein Boulevardblatt (Kaufzeitung), 4,2 Prozent eine überregionale Zeitung.

In der Region Berlin Brandenburg ist die Märkische Allgemeine die Abo-Tageszeitung mit der mit Abstand größten Reichweite. Täglich lesen rund 400.000 Menschen die MAZ, die damit zu den wenigen Zeitungen gehört, die ihre Reichweite noch steigern konnte. Zur Berliner Zeitung greifen rund 340.000, die Lausitzer Rundschau bevorzugen 270.000 Leser. Für die Media-Analyse Tageszeitungen wurden mehr als 136.000 Menschen ab 14 Jahren nach ihren Lesegewohnheiten befragt, darunter auch deutschsprachige Ausländer.

Die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse mit Sitz in Frankfurt am Main ist ein Forschungsverbund von mehr als 230 Unternehmen der Werbe- und Medienwirtschaft.

Interview mit Petra Hansel, Programmchefin von Antenne Brandenburg

Frau Hansel, Antenne Brandenburg ist erneut der beliebteste Radiosender der Region. Was macht ihn so besonders?

Wir setzen auf regionale Informationen, Moderatorinnen und Moderatoren, die in Brandenburg zu Hause sind, Reporter, die mit den Menschen im Land ins Gespräch kommen, mit ihnen und nicht über sie reden. Und natürlich auf Musik, die unterhaltsam durch den Tag begleitet.

Sie werben mit „der schönsten Musik für Brandenburg“. Was steckt dahinter?

Das ist die Mischung aus Oldies, deutschen und internationalen Hits von den siebziger Jahren bis heute, aber auch Titel, die älter sind, die wir intern als „Yesterday“ bezeichnen und auch ausgewählte aktuelle Pop-Titel. Wir spielen die Prinzen neben Udo Lindenberg und Helene Fischer, Karat neben den Puhdys. Es läuft aber auch Bob Dylan oder Titel der Doors, Beatles, Stones und dann wieder Titel von Sarah Connor, Ed Sheeran , City und Mrs. Greenbird. Kurz: Antenne Brandenburg spielt von ABBA bis Zaz.

Wie entscheidend ist die Musik für den Sender? Oder schalten die Hörer wegen der regionalen Informationen ein?

So entscheidend, dass sich alle Musikredakteure in der Musik der Vergangenheit genauso wie bei aktuellen Trends auskennen müssen. Unser Radioprogramm sendet selten am Geschmack unserer Hörergruppen vorbei, dank des guten Feelings unseres Musikchefs Wolfgang Martin. Wichtiges Kriterium für die Auswahl der Titel: Wohlfühlmusik. Selbstverständlich sind regionale Informationen ebenfalls ein wichtiger Einschaltimpuls. Was in meinem unmittelbaren Umfeld passiert, erfahre ich zuerst bei Antenne Brandenburg. Dafür sorgen viele Redakteurinnen und Redakteure, Reporterinnen und Reporter im Potsdamer Radiohaus ebenso wie in den Studios in Frankfurt und Cottbus und den Büros in Perleberg und Prenzlau.

Welche Hörer spricht Antenne Brandenburg an?

Wir sind für alle im Land Brandenburg da, für neue Hörer genauso wie für jene, die uns seit 25 Jahren treu sind und mit uns gemeinsam älter werden. Wir sagen auch dem 29-jährigen Schlagerfreund nicht, er sei zu jung für Antenne Brandenburg. Unsere tägliche Abendsendung Zappelduster wendet sich an fünf- bis siebenjährige Kinder. Seit Jahren engagieren wir uns auch dafür, dass Schulanfänger sicher den Weg in die Schule finden. Das Durchschnittsalter in der Tagesreichweite liegt bei 58,5 Jahren.

 

Von Claudia Palma

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