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Mehr Besucher, mehr Umsatz im Filmpark Babelsberg

Sehenswürdigkeit in Potsdam Mehr Besucher, mehr Umsatz im Filmpark Babelsberg

Mehr Umsatz, mehr Gäste im Filmpark Babelsberg und der dazu gehörenden Metropolis-Halle: Rund 320 000 Besucher – 5000 mehr als 2014 – strömten laut Betreiber Friedhelm Schatz in der zurückliegenden Saison auf das einstige Defa-Studiogelände an der Großbeerenstraße. Die neue Saison lockt mit neuen Attraktionen.

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Gruselspaß bei den diesjährigen Horrornächten im Filmpark Babelsberg hatten Akteure und Besucher gleichermaßen.

Quelle: Christel Köster

Babelsberg. Mehr Umsatz, mehr Gäste im Filmpark Babelsberg und der dazu gehörenden Metropolis-Halle: Rund 320 000 Besucher – und damit 5000 mehr als 2014 – strömten laut Friedhelm Schatz, geschäftsführender Gesellschafter der Filmpark GmbH, in der zurückliegenden Saison auf das einstige Defa-Studiogelände an der Großbeerenstraße. Die Pro-Kopf-Erlöse (Eintritt, Gastronomie, Souvenirs) stiegen um drei Prozent auf etwas mehr als 23 Euro. Mehr Besucher hätten es sein können, wäre der April nicht so „verpisst“, der Juli nicht gar so heiß gewesen, sagte Schatz. Neuerlicher Erfolgsgarant waren einmal mehr die Horrornächte. An fünf Oktober-Abenden vergnügten sich mehr als 30 000 Gruselfans – neuer Rekord! Immer öfter gebucht wird die Metropolis-Halle für Veranstaltungen – ein Trend, der sich 2016 fortsetzt.

Neuerungen erwarten die Besucher in der am 23. März startenden Saison: So wird die Ende der 1990er aufgelegte „Lange Babelsberger Filmparknacht“ gekippt. Zuletzt seien nur noch etwa 2000 Gäste gekommen. Beliebtheitsgrad: „wie ein Pflichtbesuch bei Verwandten“, witzelte Schatz. Der immense Aufwand habe sich für eine Nacht im August, an der der Filmpark bis Mitternacht bespielt wurde, nicht mehr gelohnt. Kraft und Kreativität stecken Schatz’ Mitarbeiter nun in ein „Winter-Wonderland“, das zwischen Nikolaustag und Weihnachten verzaubern soll. Versprochen sei „ein etwas anderer Weihnachtsmarkt“. Am 22. Dezember kommt Andreas Dresens Kinderbuchverfilmung „Timm Thaler“ ins Kino. Bereits ab Juli zeigt Schatz im Filmpark exklusiv ein großes Original-Requisit, das die Produktionsfirma Constantin Film zur Verfügung stellt.

Filmpark-Saison startet am 23. März

Die Filmpark-Saison 2016 startet am 23. März. Eintrittskarten können bereits jetzt unter 0331/7212 345 bestellt werden.

4D-Actionkino, Filmtier- und Fernsehshow, Sandmann-Ausstellung und Bötchenfahrt durch Janoschs Panamakanal. Und wer Grusel liebt, ist seit einigen Jahren bei den Horrornächten im Oktober richtig, in denen sich der sonst so familienfreundliche Ort in einen schrecklichen Schauplatz verwandelt.

Am 15. August 1991 startete als „Film- und TV-Erlebnis“ ein spektakuläres Vorhaben: Das Gelände des Defa-Studios an der August-Bebel-Straße sollte für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Aus der Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Defa-Leute entstand 1993 die „Filmerlebnispark Babelsberg Studiotour“. 2004 übernahm Friedhelm Schatz den Filmpark als Eigentümer vom französischen Vivendi-Konzern. Rund 150 Mitarbeiter hat der Vergnügungspark inzwischen.

Im Oktober 2008 öffnete am Rande des Filmparks die Metropolis-Halle ihre Pforten. Dort finden Workshops und Tagungen statt, treten Bands und Comedians auf.

Am 4. Februar präsentiert in der Metropolis-Halle der aus der Vox-Sendung „Der Hundeprofi“ bekannte Hundetrainer Martin Rütter um 18.30 Uhr sein neues Live-Programm „nachSITZen“. Tickets sind in den MAZ-Ticketerien im Stern-Center und in der Friedrich-Ebert-Straße 85/86 erhältlich.

Wie man dem Filmpark auch ohne Millionen-Investitionen zu neuem Schwung verhilft, das wird momentan im Unternehmen diskutiert. Im Gegensatz zu anderen Themenparks in der Republik sei der Filmpark „schuldenfrei“, betonte Schatz. Eine Million Euro wurden 2015 in allerlei technische Gerätschaften gesteckt.

Weiter an ihrer Erfolgsstory strickt die Kostümfundus Babelsberg GmbH, seit 2012 zum Unternehmensverbund der Filmpark Babelsberg GmbH gehörend. Ein beachtliches Umsatzplus von 20 Prozent wurde 2015 erwirtschaftet. Ausgestattet wurden nationale und internationale Filmproduktionen wie der von Studio Babelsberg koproduzierte Actionthriller „Point Break“ (Kinostart am 21. Januar) oder das historische Sportlerdrama „Race“ (5. Mai) um den schwarzen Leichtathleten Jesse Owens.

Nachdem der von Schatz initiierte „Campus Babelsberg“ mit Wohn- und Gewerbeflächen an der Marlene-Dietrich-Allee hochwächst, soll weiteres brachliegendes Terrain in der Medienstadt erschlossen werden. 100 000 Quadratmeter sind unbebaut, verteilt auf folgende Standorte: links und rechts der Metropolis-Halle, entlang der Emil-Jannings-Straße und gegenüber der Filmuniversität „Konrad Wolf“. Aufregende Vorschläge zur Entwicklung dieser Flächen werden momentan in der zum Hasso-Plattner-Institut gehörenden „School of Design Thinking“ ertüftelt und sollen im Februar der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Der Bebauungsplan, der Abschnitte der Medienstadt noch als „Sondergebiet“ ausweist, soll geändert werden, so Schatz. Ermöglicht werden sollen die weitere Ansiedlung von Gewerbe, aber auch Wohnbebauung.

„Zur Jahresmitte“ will Schatz überdies ein bauliches und Betriebskonzept sowohl für ein 200-Zimmer-Themenhotel mit üppigem Konferenzbereich vorstellen als auch für ein Boardinghaus, in dem Wohnen auf Zeit möglich ist.

Von Ricarda Nowak

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