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Missy Elliott: Stecht heraus!

Musik Missy Elliott: Stecht heraus!

Mit 44 immer noch an der Spitze im Hip-Hop: Missy Elliott sticht heraus. Im dpa-Interview erklärt sie, warum das so ist und wieso sie auch Kindern zu mehr Extravaganz rät.

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Missy Elliott hat sich nicht verbogen. Foto: Anders Wiklund

New York. Missy Elliott ist ein Phänomen: Musikbranche und Medien lieben die Rapperin, die seit 20 Jahren ein Superstar im Hip-Hop ist.

Gerade hat die 44-Jährige mit Gastsänger Pharrell Williams "WTF (Where They From)" veröffentlicht. Mit der Deutschen Presse-Agentur sprach Elliott über ihren Erfolg, Social Media und Thanksgiving.

Frage: Die Kritiken zum neuen Song haben sich überschlagen. Was ist aber überhaupt das Neue an "WTF"?

Antwort: Die Leute mögen es, weil die Musik heiß ist (lacht). Der Song bringt Leute automatisch dazu, sich zu bewegen. Wir hatten lange keine Musik mehr in der Geschwindigkeit. Die Menschen mögen das Tempo.

Frage: Sie sind seit 20 Jahren im Geschäft. Was macht Missy Elliott anders als andere, die nicht mehr so erfolgreich sind?

Antwort: Ich bin auf jeden Fall bescheiden. Das wird überdauern, wenn man als Künstler bescheiden ist. Und ich bin sehr speziell in dem, was ich tue, eine harte Arbeiterin. Ich habe nur zweimal Urlaub gemacht in meiner Karriere - und ich bin seit 20 Jahren im Geschäft. 

Frage: Wie hat sich denn in diesen 20 Jahren das Hip-Hop-Business verändert?

Antwort: Eine der größten Veränderungen sind die sozialen Netzwerke, eine gute Sache. Es gibt viele Talente da draußen und es gab sie möglicherweise schon, als ich angefangen habe, oder davor. Aber sie hatten nicht die Mittel, ihre Sachen zu veröffentlichen. Jetzt kann man einen Plattenvertrag bekommen, nur weil man online ist. Ich selbst habe bei Social Media lange gedacht, dass ich das nicht kann. Dann war ich dauernd auf Twitter, ich war richtig abhängig. Ich habe dann einen Entzug gebraucht. Jetzt bin ich bei Instagram.

Frage: Jetzt schreiben wieder alle, wie relevant Missy Elliott mit ihrer Musik ist, kaum jemand kritisiert sie. Geben Sie den Normalsterblichen einen Tipp: Wie bleibt man an der Spitze? 

Antwort: Ich sage jungen Kindern immer, dass es okay ist, herauszustechen. Dann schenkt einem jeder Aufmerksamkeit. Als ich angefangen habe, haben viele gedacht: "Wer ist die denn?" Damals ging es im Hip-Hop viel um Mode. Und dann kam ich: aufblasbare Anzüge, Übergröße, Riesen-Sonnenbrillen. Ich habe das gar nicht mit Absicht gemacht, ich war nur ich selbst. Und dann gab es Leute, die mochten eben Missy.

Frage: In den USA nähern wir uns der Feiertagssaison. Wie sieht ein typisches Thanksgiving-Fest bei Ihnen zuhause aus? 

Antwort: Ich komme aus dem tiefen Süden, dort gibt es nur Soul Food, wir frittieren alles. Deshalb war ich am Anfang meiner Karriere auch so schwer. Es ist respektlos, Essen abzulehnen. Man muss einfach jeden Kuchen essen, jeden Truthahn, alles. Für mich ist das aber die schönste Zeit. Als Sängerin bin ich so viel unterwegs. Thanksgiving bringt mich zurück zu meinen Wurzeln und ich kann Zeit mit meiner Familie verbringen.

ZUR PERSON: Missy Elliott (44) gilt als die erfolgreichste Frau im männerdominierten Rap- und Hip-Hop-Geschäft - dank Hits wie "Get Ur Freak On", "Work It", "The Rain" oder "All N My Grill". Sie hat sich als Sängerin, Produzentin und Label-Chefin einen Namen gemacht, schrieb auch Songs für Stars wie Christina Aguilera, Destiny’s Child, Pink, Janet Jackson, Mariah Carey oder Whitney Houston.

dpa

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