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Kultur Mit Jetski zum Oscar
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11:05 06.03.2018
Helen Mirren mit Mark Bridges auf dem Preis für die kürzeste Dankesrede – einem Jetski. Quelle: AP
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Los Angeles


Wieso bloß hatte sich Helen Mirren auf diesen Jetski verfrachten lassen? Gerade hat man im Motorsport die sogenannten Grid-Girls abgeschafft, besser bekannt als Boxenluder, da nahm die Schauspielerin auf dem giftgrün glänzenden Gefährt auf der Oscar-Bühne Platz. Schon klar, für die Britin war das nur ein Spaß, schließlich sollte das Wasserfahrzeug jenem Oscar-Sieger zugesprochen werden, der die kürzeste Dankesrede hält. Aber dann hätte sich auch der modebewusste Daniel Day-Lewis auf das Ding setzen können.

Dieses Bild von der 90. Oscar-Verleihung machte das Grundproblem deutlich: Da kämpfen Hollywoods Frauen mutig für Gleichberechtigung – und bewegen sich in einem Umfeld, in dem sie als dekoratives Beiwerk wahrgenommen werden. Auf dem Weg über den roten Teppich mag die Frage nach dem Designer ihrer Robe inzwischen verpönt sein, aber hinterher wird das Outfit nach allen Regeln der Schneiderkunst bewertet. Und in den unendlich langen Werbepausen der Oscar-Nacht stolzieren spindeldürre Models über den Bildschirm (jedenfalls bei Pro7).

Tatsächlich sehen die Fakten so aus: In Hollywood werden nur 11 Prozent aller Filme von Regisseurinnen gedreht. Nur rund ein Viertel der Nominierten in diesem Jahr waren Frauen. Und Kandidatinnen wie Greta Gerwig – die erst fünfte Frau in der Regie-Kategorie – oder Rachel Morrison, die erste nominierte Kamerafrau überhaupt – gingen leer aus. Bis sich die Arbeitsbedingungen zwischen den Geschlechtern angeglichen haben, dürfte noch ein Weilchen vergehen.

Ach ja, den Jetski gewann Kostümdesigner Mark Bridges mit einer 36 Sekunden kurzen Rede. Er ergriff sogleich Besitz von seinem Gewinn – mit Helen Mirren auf dem Rücksitz.

Von Stefan Stosch

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