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Mumford & Sons - 12.000 Fans feiern neuen Sound beim Tourauftakt

Musik Mumford & Sons - 12.000 Fans feiern neuen Sound beim Tourauftakt

Die britischen Folk-Rocker Mumford & Sons haben auf ihrer Tournee quer durch Europa ihren ersten Stopp absolviert. 12 000 Fans feierten das Quartett, das eindrucksvoll bewies: auch mit einem neuem Sound können sie eine unvergleichliche Show abliefern.

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Die Band Mumford & Sons mit Sänger Marcus Mumford in der Hamburger Barclaycard Arena.

Quelle: Daniel Bockwoldt

Hamburg. Eine Band, drei Alben, eine unnachahmliche Erfolgsgeschichte - und man kann mit ansehen, wie die Stimmung in einer ausverkauften Halle mit 12.000 Fans aller Altersklassen überkocht. Der Tourauftakt von Mumford & Sons in Hamburg ist einer dieser Abende.

In der Barclaycard Arena wünscht man sich ausnahmsweise mal ein offenes Dach, um die Songtexte in einen klaren Sommerhimmel hinein mitzusingen. 

Mit einem verschmitzten "Guten Abend" beginnt das britische Quartett die Show am Freitagabend und es dauert nicht lange, bis die Fans bis die hintersten Reihen der Oberränge aufstehen und tanzen. Schon beim ersten Anflug etwas rockigerer Töne jubeln die Fans. Dabei wurden noch vergangenes Jahr nach Veröffentlichung des dritten Albums "Wilder Mind" vor allem auch kritische Töne laut, die Band hätte den so einzigartigen "Straßenmusiker"-Sound der zwei vorherigen Alben gegen Mainstream-Melodien á la Coldplay eingetauscht.

Doch die Gruppe um Leadsänger und Multiinstrumentalist Marcus Mumford beweist an diesem Abend, dass sie trotz ihrer musikalischen Weiterentwicklung die Fans auch nach wie vor in ihren Bann zu ziehen vermag. Das Banjo ist nun eine E-Gitarre, der Kontrabass ein E-Bass und es klingt fast so, als wären sie mit ihrem Sound, der einst dem Mittleren Westen der USA zu entspringen schien, weitergezogen. Nun spielen sie in einer synthetisierten, schnelllebigeren Metropole, in der im Szeneclub ihr vierstimmiger, mit Pathos beladender Folk-Rock rhythmisch die Zuschauerreihen durchzieht.   

Dass an diesem Abend einfach alles zu passen scheint, ist jedoch auch dem unsagbar stimmgewaltigen Leadsänger Marcus Mumford zu verdanken, der Live noch besser klingt als auf Platte. Zudem präsentiert er sich als Weltstar ohne Berührungsängste, absolviert eine Runde durch die Halle, klatscht seine Fans an den Gängen ab und "pogt" dann vor der Bühne in der Menge.

Zum Ende hin holt er eine Deutschlandfahne heraus und hängt sie über der Bühne auf. "We fucking love Germany", brüllt er seinen Fans entgegen. Beim letzten Song entzündet die Band dann einen goldenen Pyroregen, der von oben auf die Band herunter regnet, ehe sie zu einer langen Reihe von Zugaben ansetzt.

dpa

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