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Neue-Musik-Festival mit 15 Uraufführungen

Ultraschall Berlin Neue-Musik-Festival mit 15 Uraufführungen

Manche Musiker kennen keine Tabus. In den nächsten Tagen präsentiert das Festival „Ultraschall Berlin“ zwölf Uraufführungen, bei denen es keine falschen Töne und Geräusche gibt.

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Katharina Bäuml mit ihrer Schalmei und die Akkordeonistin Margit Kern.

Quelle: Foto: Promo

Berlin. „Ein besonderes und ein bisschen durchgeknalltes Programm“ verspricht Rainer Pöllmann vom Deutschlandradio Kultur. Er meint damit sicher nicht alle zwölf Konzerte des fünftägigen Festivals „Ultraschall Berlin“, das am Mittwochabend eröffnet wird. Aber einige der 15 Uraufführungen versprechen wirklich unerhört zu werden.

Die Neue Musik ist ein weites Feld, kennt keine Tabus und grenzt sich längst nicht mehr von anderen Musikstilen wie etwa Hip-Hop oder Pop ab. Aber auch von Geräuschen lässt sie sich inspirieren und liebt Handwerksarbeit genau so wie digitale Effekte, notierte Werke genau so wie improvisierte Soli. Manche Komponisten greifen auf elektronische Sounds zurück, um ihr Lebensgefühl treffend zum Ausdruck zu bringen. Andere wiederum geben sich puristisch und brauchen nur ein Becken, aus dem sie dann alles herausholen, was sie zu sagen haben.

Katharina Bäuml wird am kommenden Samstag, 15 Uhr, im Radialsystem V (gegenüber vom Ostbahnhof), auftreten und vier Stücke uraufführen. Die studierte Oboistin musiziert heute nur noch auf der Schalmei, dem klappenlosen Vorgängerinstrument der Oboe. Sie tritt gemeinsam mit der Akkordeonistin Margit Kern auf, deren Instrument 1829 patentiert wurde. Warum diese alten Instrumente für Neue Musik? „Ich möchte an Grenzen gehen, die ich noch nicht kenne“, lautet ihre Antwort.

Am Sonntag, 15 Uhr, wird ebenfalls im Radialsystem ein hochkomplexes Auftragswerk von Mark Andre zu hören sein, bei dem von außen angesteuerte Lautsprecher im Klavier versteckt werden und der Pianist somit kein Solist bleibt. Gleich zwei öffentlich-rechtliche Sendeanstalten richten das Festival in Berlin aus. Deutschlandradio Kultur überträgt die Abendveranstaltungen live und das Kulturradio vom RBB strahlt die Aufzeichnungen in seiner Sendereihe „Musik der Gegenwart (mittwochs, 21.04 Uhr) aus.

So erfreulich dieses Engagement ist, so traurig ist es, dass der RBB als regionale Sendeanstalt das Neue-Musik-Festival in Potsdam bisher ignoriert. „Intersonanzen. Das brandenburgische Fest der Neuen Musik“ fand im Oktober 2015 zum 15. Mal statt und wartet jedes Jahr mit grandiosen Konzerten auf, die aber viel zu wenig Beachtung finden.

Von Karim Saab

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