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Tollpatsch „Mila“ sucht Mr. Right

Neue Sat.1-Serie Tollpatsch „Mila“ sucht Mr. Right

Mila ist liebenswürdig, selbstbewusst, chaotisch und auf der Suche nach der großen Liebe – 287 Tage lang! Susan Sideropoulos ist Mila – Titelheldin der neuen Sat.1-Serie. Am 7. September startet die wochentägliche Serie, die das Potsdam-Babelsberger Medienunternehmen Ufa Serial Drama produziert.

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Ex-GZSZ-Star Susan Sideropoulos (l.) ist die Titelheldin der neuen Sat.1-Serie „Mila“: Hier mit ihrem Serienkollegen Florian Odendahl.

Quelle: imago stock&people

Berlin. Für Frauenherzen auf der ewigen Suche nach dem Prinz fürs Leben kommt jetzt die Serie zum Gemütszustand. Am 7. September um 19 Uhr startet Sat.1 am Vorabend „Mila“ – eine wochentägliche Dosis romantische Komödie mit Susan Sideropoulos als quirliger Titelheldin. Schmonzettenalarm? Nö, die erste Folge lässt nette Unterhaltung erwarten: Sympathische Charaktere, Dialoge auf den Punkt, das Thema nicht nur in der Single-Hauptstadt Berlin ein Treffer. Und Susan Sideropoulos, populär seit der RTL-Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, überrascht mit Mut zum verzweifelten Knautschgesicht.

Streng genommen ist die hübsche 34-Jährige nicht die passende Besetzung für die Rolle der hippen Single-Frau, die auf Partnerpirsch geht. Allein aus diesem Grund: So was wie Männer daten, bis Mr. Right mal auftaucht, kennt die Schauspielerin nicht. Sie hat längst ihre Jugendliebe geheiratet, das Paar hat zwei Söhne. Im Unterschied zu Mila „war ich noch nie Single“, erzählte Susan Sideropoulos. Ansonsten gibt’s Parallelen zu ihrer Figur: „Ich bin genauso tollpatschig und verpeilt.“ Online-Journalistin Mila stolpert durch Cupcake-bunte Sets und in Fettnäpfchen. Als ihre kleine Schwester Laura (Jenny Bach, „Alles was zählt“) ihre Verlobung bekannt gibt und die Mutter (Claudia Lietz) meint, Mila sei als Single mit Anfang 30 „ein Fall für die Resterampe“, stürzt sie sich ins Abenteuer: In 287 Tagen will sie die große Liebe finden – dann heiratet Laura.

„Mila“ basiert grob auf einem lateinamerikanischen TV-Format – sei jedoch „keine 1:1-Adaption, das war wegen des katholischen Hintergrunds ohnehin nicht denkbar“, sagte Chefautor Jan Friedhoff bei einem Pressetermin am Montagabend. Hierzulande gerät eben die Welt nicht gleich aus den Fugen, wenn die jüngere vor der älteren Schwester heiratet. Geradezu „schockverliebt“ sei Susan Sideropoulos bei der ersten Lektüre der Drehbücher gewesen, die Friedhoff mit einem Autorenteam schreibt. „So eine Serie fehlte bislang im deutschen Fernsehen“, schwärmte die Hauptdarstellerin.

Die bislang insbesondere als Theaterschauspielerin (darunter am Potsdamer Hans-Otto-Theater) in Erscheinung getretene Claudia Lietz hat einige Bühnen-Engagements sausen lassen, um die Serie drehen zu können. Die Berlinerin gibt Milas herrlich überkandidelte Mutter Felicitas: „Meine Rolle hat mich absolut überzeugt: Ich darf schräg, humorvoll und warmherzig sein.“ Und mondäne Kostüme tragen.

Produziert wird „Mila“ von der in Potsdam-Babelsberg ansässigen Firma Ufa Serial Drama. Für deren Geschäftsführer Rainer Wemcken sei die neue tägliche Serie immens wichtig, nach dem die für die Daily „Verbotene Liebe“ das Aus kam. Gedreht wird ausschließlich in Berlin, die Innen-Sets stehen im Kreuzberger „Ballhaus Rixdorf“. Studios in Potsdam-Babelsberg seien wegen der vielen Außendrehs in der Metropole aus logistischen Gründen nicht infrage gekommen. 120 Beschäftigte, inklusive Schauspieler und Autoren, verdienen ihre Brötchen mit „Mila“. Sat.1-Fiction-Chef Jochen Ketschau hofft, mit der Serie an die erfolgreichen Romantic-Comedys aus dem Sat.1-Abendprogramm anknüpfen zu können. Angelegt ist die Serie auf ein Jahr – bis Mila ihren Herzensmann gefunden hat.

Von Ricarda Nowak

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