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Kultur Mächtig gewaltig: Die Olsenbande in Potsdam
Nachrichten Kultur Mächtig gewaltig: Die Olsenbande in Potsdam
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13:55 21.02.2018
Egon Olsen (Ove Sprogøe), Kjeld Jensen (Poul Bundgaard) und Benny Frandsen (Morten Grunwald) haben einen Plan. Quelle: Foto: Nordisk Film
Potsdam

Die Olsenbande kommt nach Potsdam. Das Filmmuseum präsentiert vom 28. Juni bis zum 17. Februar 2019 eine Sonderausstellung „Mächtig gewaltig. Die Olsenbande im Museum“. 14 Filme entstanden zwischen 1968 und 1998 um das liebenswürdige dänische Gaunertrio „Die Olsenbande“, in diesem Jahr wird ihr 50. Jubiläum gefeiert.

Originale Exponate aus den Filmen

Die Ausstellung wird nach Mitteilung des Museums mit originalen Exponaten aus den Filmen die immer noch große Fangemeinde begeistern. Die Besucher werden ihren Helden Egon Olsen (Ove Sprogøe), Benny Frandsen (Morten Grunwald), Kjeld Jensen (Poul Bundgaard), Børge (Jes Holtsø) und Yvonne (Kirsten Walther) begegnen. Auch die Menschen hinter der Kamera werden vorgestellt.

Große Medienpräsenz in der DDR

Das kleine, feste Team spielte eine wichtige Rolle im dänischen Kino und Fernsehen. Sie produzierten weit mehr, als nur die „Olsenbanden“-Filme. Ihre Arbeit wird ebenso vorgestellt. Ein hauptsächlicher Fokus der Ausstellung widmet sich der Frage, wie die dänischen Filme ein Teil der ostdeutschen Identität werden konnten. An ihre ungeheure Medienpräsenz in der DDR, weit über die Olsenbanden-Filme hinaus, wird die Ausstellung ebenso erinnern. An allererster Stelle steht jedoch der familienfreundliche, große Spaß, den die Filme auch heute immer noch bereiten.

Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit der Kunsthalle Rostock und einer Vielzahl von Leihgebern aus Dänemark und Deutschland. Geplant ist laut Ankündigung ein umfassendes Begleitprogramm mit einer Retrospektive aller Teile in Kooperation mit dem RBB-Fernsehen und ein Konzert mit Jes Holtsø, dem ehemals kleinen Børge, auch einige Macher werden zu Gast im Filmmuseum sein.

Die Filme über die drei findigen Kleinkriminellen aus Kopenhagen waren in Dänemark, Polen, der DDR und Ungarn ein großer Erfolg. Dass sie in der Bundesrepublik, in der Schweiz und in Österreich längst nicht so populär waren, wird unter anderem auf die westdeutsche Synchronisation zurück geführt. Beispielhaft für die ostdeutsche Synchronisation sei Helga Hahnemann als Stimme für Kjelds ewig unzufriedene Gattin Yvonne genannt.

Hinzu kam sicher eine gewisse Wesensverwandtschaft: Denn das Improvisationstalent eines Egon Olsen war vielen Bürgern der östlichen Mangelwirtschaften aus ihrem eigenen Alltag bestens vertraut. Bis heute hat die Olsenbande in der Defa-Synchronfassung ihren regelmäßigen Sendeplatz in vielen dritten Programmen der ARD.

Laut Wikipedia wurden alle Filme der Serie ab 1969 in einer norwegischen Version mit norwegischen Schauspielern neu verfilmt, wofür die Handlung von Kopenhagen nach Oslo verlegt wurde. Nach den 14 Olsenbandenfilmen entstand in Norwegen auch eine „Jugendversion“ der Olsenbande, die Olsenbande Junior, die auf der zuvor veröffentlichten 31-teiligen dänischen Fernsehserie „Olsenbandens første kup“ basiert.

Von Volker Oelschläger

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