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Operngala im Konzerthaus Berlin

Kammeroper Rheinsberg Operngala im Konzerthaus Berlin

Immer mal wieder etwas Neues wagen, so das Motto der Konzertveranstalter. Für ihre Opern- und Operettengala im Konzerthaus Berlin hatten sie neben altbewährten Musikern auch zwei Neuzugänge engagiert: Jay Warren Mitchell und Yulia Yurenkova. Entdeckt haben sie die beiden in der „Tosca“ der Kammeroper Rheinsberg.

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Yulia Yurenkova und Jay Warren Mitchell haben schon 2016 gemeinsam auf der Bühne gestanden: in der Kammeroper Rheinsberg.

Quelle: Regine Buddeke

Berlin. Das Haus in seiner klassizistischen Pracht ist erlesen, die Akteure sind es ebenfalls. Und auch wenn das Konzert am ersten Sonntag des Februars kaum mehr als Neujahrskonzert durchgehen kann und stattdessen Opern- und Operettengala 2018 heißt, wird trotzdem spätestens am Ende bei der letzten Zugabe klar, um was es sich handelt. Traditionell ist der vom Publikum erwartete Radetzky-Marsch der Rausschmeißer bei diversen Neujahrskonzerten – so auch bei eben jenem im Großen Saal des Konzerthauses Berlin am Gendarmenmarkt, das bis auf den letzten Platz ausverkauft ist. Das Konzert hat Tradition und seine feste Fangemeinde.

Der Publikumsgeschmack zählt

Das Programm ist auf den breiten Publikumsgeschmack zugeschnitten: die großen Arien aus Verdis „Rigoletto“ und „Don Carlos“ und Puccinis „La Boheme“. Nach der Pause dann heiter-beschwingte Operetten-Schmankerln. Die Organisatoren wählen dafür gerne Nachwuchssänger aus. Diesmal waren es Jay Warren Mitchell und Yulia Yurenkova, die zwei Jahre lang an der Kammeroper Schloss Rheinsberg zu Gast waren.

Die bravourös aufspielende Staatskapelle Halle unter Christopher Sprenger ist bereits zum vierten Mal bei der Gala dabei, ebenso die Sänger dreier Berliner Chöre – auch Svitlana Slyvia und der koreanische Bass Ki-Hyun Park, der mit einem komödiantischen Tewje brilliert, sind beim Publikum bekannt und beliebt, wie der Applaus verrät.

Die Neulinge passen gut zusammen

Auch die Neulinge aus Rheinsberg kamen gut an. Der amerikanisch Tenor Jay Warren Mitchell und die russische Sopranistin Yulia Yurenkova haben schon 2016 gemeinsam in der dortigen Kammeroper in der „Tosca“ gesungen. „Wir fanden die beiden so wunderbar miteinander, dass wir sie sofort haben wollten“, sagt Organisatorin Ilona Schäfer. „Uns ist wichtig, dass die Künstler nicht nebeneinander stehen, sondern miteinander singen“, ergänzt sie.

Das sieht man den Solisten an: vor allem im Duett der Mimi und des Rodolfo aus „La Boheme“. „Man fragte mich, ob ich wieder mit Yulia singen möchte: Natürlich! Und ob ich ,La Boheme’ singe: Natürlich“, freut sich Jay Warren Mitchell, für den die beiden Jahre in Rheinsberg – er hat dort auch schon die „La Traviata“- Titelpartie gesungen – ein Türöffner waren. Der große Durchbruch steht noch aus, obschon der Sympathikus oft als „junger Pavarotti“ bezeichnet wurde, so kraftvoll tönt sein Tenor.

Vom Publikum gab’s dafür etliche Bravo-Rufe. Auch Yulia Yurenkova war glücklich: „Es ist eine große Freude, wieder mit Jay singen zu können“, strahlt sie.

Von Regine Buddeke

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