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Opernhäuser - Mit Konzerten gegen Fremdenfeindlichkeit

Musik Opernhäuser - Mit Konzerten gegen Fremdenfeindlichkeit

An der Deutschen Oper am Rhein arbeiten Menschen aus 35 Nationen. Ohne Internationalität lässt sich ein Opernbetrieb fast überall gar nicht denken. Deshalb sind die Häuser wegen Fremdenhass besorgt.

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Pegida-Demonstranten in Dresden vor der Semperoper.

Quelle: Ralf Hirschberger

Dresden. Namhafte deutsche Opernhäuser wehren sich gegen ausländerfeindliche Stimmungsmache und setzten dabei auf die Kraft der Musik.

Unter dem Slogan "Oper ohne Grenzen - Konzert für eine offene Kultur" hat die deutschsprachige Opernkonferenz am Montag in Dresden eine Konzertreihe angekündigt, die am 12. Februar in der Elbestadt Premiere haben soll.

Der Platz vor der Semperoper ist seit mehr als einem Jahr regelmäßig Ort von Kundgebungen der islam- und fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung, die Mitarbeiter wollen das nicht länger hinnehmen. Auch die Oper Frankfurt (3. April), die Deutsche Oper am Rhein (18. April) und die Berliner Opernhäuser (29. Mai) haben schon Konzerte geplant. Leipzig plant einen Ballettabend.

"Die Semperoper darf kein Bühnenbild für Fremdenfeindlichkeit sein", sagte Dietmar Schwarz, Intendant der Deutschen Oper Berlin. Bei den Konzerten treten renommierte Künstler für zehn Euro Eintrittspreis auf und verzichten dafür auf ihre Gage. Nach den Worten von Bernd Loebe, Vorsitzender der Opernkonferenz und Intendant in Frankfurt am Main, könnten die deutschen Opernhäuser ohne Künstler aus dem Ausland dicht machen.

Die beteiligten Häuser wollten mit ihrem Schulterschluss darauf aufmerksam machen, dass interkulturelle Offenheit auch in anderen Bereichen der Gesellschaft möglich sei, betonte der amtierende Dresdner Opernchef Wolfgang Rothe.

Für die Konzerte entsenden die Häuser Künstler aus dem eigenen Ensemble auch an andere Bühnen. Zum Auftakt in Dresden wirken neben dem Chefdirigenten der Sächsischen Staatskapelle, Christian Thielemann, unter anderen der Frankfurter Generalmusikdirektor Sebastian Weigle sowie die Sänger René Pape (Berlin), Mario Chang (Frankfurt) und Bogdan Baciu (Düsseldorf) mit.

dpa

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