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Paul Carrack in der Kulturkirche

MAZ-Konzerttipp Paul Carrack in der Kulturkirche

Paul Carrack – in den 80er Jahren die Stimme von Mike & the Mechanics und enger Gefolgsmann auf den Touren von Eric Clapton – tritt am Freitagabend in der Kulturkirche Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) auf. Längst bestreitet der nur einen Tag später 66 Jahr alt wird eine erfolgreiche Solo-Karriere. „Soul Shadow“ heißt sein aktuelles Album.

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Gern von anderen Künstlern gebucht, aber längst auf dem Solopfad: Paul Carrack.

Quelle: Promo

Potsdam. Was war das doch für eine entspannte, dabei mit musikalischen Höhepunkten nur so gespickte Geburtstagsparty, die Eric Clapton ausrichtete? Vor zwei Jahren war das, als Mr. Slowhand gleich für drei Tage in die berühmte Royal Albert Hall eingeladen hatte, die er so gern als „sein Wohnzimmer“ bezeichnet. Links auf der Bühne hatte sich Paul Carrack hinter die Hammond-Orgel und weitere Tasteninstrumente geduckt. Ganz der Sidekick, der selbstlos sein Können zur Verfügung stellt. An den Tasten oder am Mikro. Auf der Bühne oder im Studio.

Man vergisst immer gern, dass der Mann, der wie Joe Cocker aus der einstigen Stahlarbeiterstadt Sheffield stammt und in den 80 Jahren als die Stimme von Mike & the Mechanics wahrgenommen wurde, ja längst eine eigene Karriere verfolgt. Keine 80er-Jahre-Disko läuft ohne so tanzbare Songs wie „All I Nee Is A Miracle“ - nur eines jener Stücke, die Mike Rutherford, der Bassist von Genesis, in seiner ebenfalls erfolgreichen Zweitverwertungskarriere in den Charts landen konnte.

Paul Carrack, der Gentleman und Gefolgsmann an Claptons Seite, hatte zuvor in Bands wie Ace und Squeeze mitgewirkt. Die Liste der Zusammenarbeit des Sängers mit anderen Künstlern aber ist lang – Frankie Miller, Elton John, Roxy Music. 1982 veröffentliche Carrack, der morgen 66 Jahre alt wird, sein erstes Solo-Album.

„Soul Shadow“ nannte er seine letzte Einspielung. Der Titel der Platte gibt bereits deutlich die Richtung vor. Neben geschmackvoll arrangiertem und im Tempo höchst variablem Soul samt gut aufgelegten Bläsern bietet der Mann mit dem grauen Knebelbart ziemlich polierten Pop. Carrack meidet zwar Ecken und Kanten, zeigt sich stimmlich aber nach wie vor als Gestalter von Format. Er klettert in die Höhe, falls nötig. Er legt sich mit Verve in die Balladen. Er bleibt glaubhaft in den Nuancen. In der Kulturkirche ist ein Mann zu erwarten, der seinen intimen Auftritt auskostet.

Konzert: Paul Carrack spielt am Freitag, dem 21. April, um 19.30 Uhr in der Kulturkirche Neuruppin.

Von Ralf Thürsam

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