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Pergamonmuseum wird deutlich teurer

Berlin Pergamonmuseum wird deutlich teurer

Schlechte Nachricht für Berlin-Touristen und die Berliner selbst: Die Bauarbeiten am weltberühmten Pergamonmuseum werden wesentlich mehr Zeit und Geld in Anspruch nehmen als bislang geplant.

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Baustelle am Pergamonmuseum.

Quelle: dpa

Berlin. Die Bauarbeiten am Berliner Pergamonmuseum werden deutlich mehr Zeit und Geld in Anspruch nehmen als bislang geplant. Der Bund rechne derzeit mit Kosten von 477 Millionen Euro, teilte das Bauministerium am Samstag mit. Ursprünglich waren 261 Millionen Euro veranschlagt. Zudem werde sich die Eröffnung von März 2019 auf Mitte 2023 verschieben.

Das Pergamonmuseum mit dem weltberühmten Pergamonaltar ist das Herzstück der als Weltkulturerbe geschützten Berliner Museumsinsel. Mehr als 80 Jahre nach seiner Eröffnung und späterer massiver Beschädigung im Zweiten Weltkrieg wird es seit 2013 erstmals einer Generalsanierung unterzogen. Der Pergamonaltar ist während seiner rund fünfjährigen Rekonstruktion seit September 2014 nicht zugänglich, das Museum an sich ist aber geöffnet.

Alte Pumpenhäuser behindern die Sanierung

Hauptgrund der gestiegenen Kosten und des Zeitverzuges sind nach Angaben des Ministeriums zwei überraschend aufgetauchte Pumpenhäuser im Baugrund. Die Pumpen hatten während der Erbauung zwischen 1910 und 1930 Grundwasser abgesaugt, wurden danach laut Ministerium jedoch offenbar nicht entfernt. Vor Beginn der Sanierung habe es keine Hinweise auf die Hindernisse gegeben. Um den Museumsbetrieb nicht früher als nötig zu stören, sei auf Probebohrungen verzichtet worden, teilte das Ministerium mit.

Um eine erneute Steigerung der Kosten zu vermeiden, veranschlagte das Bauministerium in seiner aktuellen Kalkulation nun eine Risikovorsorge von 45 Millionen Euro. Nur wenn sämtliche einkalkulierten Risiken eintreten, werden die Gesamtkosten auf die genannten 477 Millionen Euro steigen, hieß es.

Der Entdecker des Pergamonaltars

Der deutsche Ingenieur Carl Humann hatte den Perganomaltar auf dem Burgberg von Pergamon, heute das türkische Bergama, in den 1880er Jahren ausgegraben. Bei der - in der Türkei später umstrittenen - Fundteilung wurden alle Fragmente der Altarfriese der deutschen Seite zugesprochen. Für die in mühseliger Puzzlearbeit restaurierten Steinbilder entstand zunächst ein kleines, bis 1930 dann das monumentale heutige Museum, das dringend der Sanierung bedarf. Das Projekt läuft im Rahmen des Masterplans für die von der Unesco als Welterbe geschützten Museumsinsel.

Das Pergamonmuseum zieht jedes Jahr mehr als eine Million Besucher an.

Von dpa

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