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Polizeiruf ist für Schmidt-Schaller längst Geschichte

Fernsehen Polizeiruf ist für Schmidt-Schaller längst Geschichte

Der bekannte deutsche Schauspieler Andreas Schmidt-Schaller wird am Freitag 70 Jahre alt. Er wirft einen Blick zurück auf die Anfänge beim Polizeiruf, von dem er sich schon 1995 verabschiedete. Der Rolle des „Ost-Bullen“ trauert er in seiner Autobiografie nicht nach. Sein Doppelname hingegen ist ihm hoch und heilig.

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Bis 1995 beim „Polizeiruf“ im Einsatz: Schmidt-Schaller.

Quelle: dpa

Berlin. Andreas Schmidt-Schallers größter Traum ist, eine Oper zu ­inszenieren. Gern stünde er auch noch einmal auf einer Theaterbühne. Das schreibt der Schauspieler in seinem Buch „Klare Ansage. Bekundungen und Bekenntnisse“ zu seinem 70. Geburtstag am heutigen Freitag. „Im ,Tod eines Handlungsreisenden’ von Miller oder in Shakespeares ,Sturm’ würde ich gern noch einmal spielen. Vielleicht erfülle ich mir diesen Wunsch zum achtzigsten.“

Schon in den 1980er Jahren ermittelte Schmidt-Schaller als Leutnant Grawe im DDR-„Polizeiruf 110“. Seit 2001 ist er Kommissar Hajo Trautzschke in der ZDF-Serie „Soko Leipzig“. In dem Buch trauert der geborene Thüringer und in Berlin lebende Mime dem Abschied vom „Polizeiruf“ 1995 nicht nach. Nach 32-mal sei 1995 Schluss gewesen, berichtet er. „Es reichte.“

Der Abschied hatte nach seiner Ansicht allerdings auch inhaltliche Gründe. Die neuen Autoren aus dem Westen hätten nach der Wende auswechselbare Geschichten geschrieben. Er und sein Fall seien nach Zittau verlegt worden. „Was, bitte schön, soll ich in Zittau?“ Er sei dann aus der Filmrolle verschwunden – „hochgelobt“ und zum Bundeskriminalamt (BKA) nach Wiesbaden versetzt worden. „Allein daran ließ sich der Realitätsverlust ablesen“, schreibt Schmidt-Schaller. Als ob in den 1990er Jahren ein ausgewiesener „Ost-Bulle“ geradewegs zum BKA gekommen wäre.

Der Schauspieler offenbart in dem Buch, dass er großen Wert auf seinen Doppelnamen legt und darauf keinesfalls verzichten will. Damit habe er als Theaterschauspieler und TV-Fernsehkommissar gewisse Berühmtheit erlangt. Nach der Wende habe seine erste Agentur, ohne ihn zu fragen, den ersten Namen gestrichen. Im Abspann eines Films habe er sich als „Andreas Schmidt“ wiedergefunden. „Ich fühlte mich, als fehlte mir ein Bein“, beschreibt er seine Gefühle. Den Doppelnamen trage er von Geburt an. Sein Urgroßvater – ein Schmidt – habe eine Schaller geheiratet. Später habe er beide Namen übernommen und einen Bindestrich dazugesetzt.

Von Gudrun Janicke

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