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Kultur Pop-Wunder-Band Wanda in Potsdam
Nachrichten Kultur Pop-Wunder-Band Wanda in Potsdam
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14:29 21.08.2015
Marco Michael Wanda.   Quelle: dpa
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Potsdam

 Wanda gelten als österreichisches Pop-Wunder. Größter Hit des Vierers um den charismatischen Sänger Marco Michael Wanda ist das Liebeslied „Bologna“. Die Band benannte sich nach Wanda Kuchwalek, die erst als Schlangentänzerin und dann als Zuhälterin zur Königin der Wiener Unterwelt wurde. Am Samstag spielen Wanda im Potsdamer Waschhaus.

MAZ:Als der Hype um Wanda begann, sagtest du, es sei spannend, was aus der Band wird, wenn ihr selbst nichts mehr zu entscheiden habt. Ist es schon so weit?

Marco Michael Wanda:Wir sind zwar zu einer großen Plattenfirma gewechselt, trotzdem hört die Arbeit nicht auf. Wir müssen leider weiterhin selbst entscheiden. (lacht)

Und wie?

Wanda:Wir haben das Image im Griff, wir ziehen an, was wir wollen, ich darf singen, was ich will. Die, mit denen wir arbeiten, haben Spaß daran, wie wir sind. Das ist Glück und Pech zugleich.

Warum Pech?

Wanda:Wir sind eckig und ein bisschen versoffen. Eigentlich ist es doch schade, dass ich der bleibe, der ich bin. Es wäre nett, sich neu zu erfinden – so wie Madonna es alle fünf Jahre tut. Aber mal im Ernst, ich rede Schmäh. Ich bin wirklich froh über den Erfolg.

Und doch sorgt er für mehr Professionalität, dabei ist das Schöne an eurer Musik die Naivität. Jetzt gibt es neue Verträge, größere Hallen, mehr Leute, die was von euch wollen. Ist es schwierig, naiv zu bleiben?

Wanda:Es war harte Arbeit, eine naive Haltung zum Leben zu gewinnen. Ich wollte immer den niedersten Instinkten folgen. Es ist nicht leicht, sich von dem perplexen menschlichen Geist und der Psyche zu befreien. Ich will unbedingt ein Instinktmensch bleiben, dabei wäre es leicht, immer alles abzuwägen, so wie andere es tun. Es stimmt, dass der Stress um die Band zugenommen hat, ich entscheide aber noch immer alles aus dem Bauch heraus, mit einer Ausnahme.

Und die wäre?

Wanda:Ich hau nicht jedem eine rein, dem ich gerne eine reinhauen würde. Den Rest erledige ich wie ein Höhlenmensch.

Das war dem ersten Album anzuhören. „Amore“ ist für dich ja eine Lebenseinstellung - Liebe über alles, Bauchgefühl statt langes Nachdenken. Das neue Album wird „Bussi“ heißen…

Wanda:…und diesmal steht der Titel für keine Lebenseinstellung. Zuerst wollten wir alle Werte umwälzen und die „Amore“ verkünden. Jetzt sind wir bescheidener geworden, diese Platte soll den Zuhörer küssen, sie ist nicht so voller Slogans wie die davor.

Könntest du dir trotzdem vorstellen, mal einen politischen Song zu schreiben?

Wanda:Ich glaube nicht, dass wir in einen politischen Diskurs einsteigen werden. Unsere Grundhaltung dürfte bekannt sein: streng gegen Fremdenhass, Frauenhass und Sexismus generell. Aber ich kann nicht in einer 3:30 Minuten langen Hitsingle die Welt umkrempeln.

Stattdessen ist in der neuen Single „Bussi Baby“ ist von weißem Pulver die Rede, auch sonst drehen sich Wanda-Songs häufig um den Exzess. Muss man Drogen nehmen, um darüber zu schreiben?

Wanda:Ich denke schon. Man muss Dinge erfahren, um über sie zu schreiben. Aber Drogen sind kein zentrales Thema der Platte, sie drücken ein Lebensgefühl und eine Krise aus. Krisen und Erschütterungen ziehen sich durch viele meiner Texte.

Ihr seid in Deutschland fast so erfolgreich wie in Österreich. Habt Ihr die Deutschen neu kennengelernt bei den vielen Konzerten?

Wanda: Ich war überrascht, wie ähnlich ihr uns alle seid. Das Nervensystem und die Geschlechtsteile scheinen unseren sehr ähnlich. Die Homo sapiens in Deutschland kamen mir bekannt vor. Jetzt mal ernsthaft – die Menschen, die sich von unserer Musik angesprochen fühlen, sind sich ähnlich, egal woher sie sind. Wir haben eine hohe Achtung vor unserem Publikum.

Euer Konzert in Potsdam ist seit Wochen ausverkauft. Macht Euch der Hype Freude oder Druck?

Wanda:Nur Freude! Und keine Angst – Potsdam wird nicht zum Versuchsfeld für uns. Wir werden zwei, drei neue Lieder spielen, vor allem aber das „Amore“-Programm.

Von Maurice Wojach

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