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Potsdamer Autor Kubiczek hofft auf Deutschen Buchpreis

Roman „Skizze eines Sommers“ steht auf Shortlist Potsdamer Autor Kubiczek hofft auf Deutschen Buchpreis

Toller Erfolg für den Potsdamer Autor André Kubiczek – er steht auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis und hat damit Chancen auf den renommierten und hochdotierten Preis. Am 17.Oktober wird der Preisträger bekanntgegeben. Gewonnen hat Kubiczek aber bereits.

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Potsdam. Der Potsdamer Autor André Kubiczek hat Chancen auf den Deutschen Buchpreis. Mit fünf weiteren Autoren gehört er zu den Finalisten und steht auf der sogenannten Shortlist für den Buchpreis. Neben Kubiczek sind auch Bodo Kirchhoff, Thomas Melle, Reinhard Kaiser-Mühlecker, Eva Schmidt und Philipp Winkler auf der Shortlist, die der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am Dienstag in Frankfurt veröffentlichte.

„Die Romane der diesjährigen Shortlist decken ein breites inhaltliches Spektrum ab“, sagte Jury-Sprecher Christoph Schröder. Was sie gemeinsam hätten, sei „eine starke Bodenhaftung, der unmittelbare Bezug zur beobachteten Realität“. Schröder berichtete von „harten, kontroversen Gesprächen“ in der Jury. Er hofft, dass die Liste nun aber „die unbestrittene Qualität dieses Bücherjahres“ widerspiegele.

Der preiswürdige Roman

Der preiswürdige Roman.

Quelle: Rowohlt Berlin

André Kubiczek erzählt in „Skizze eines Sommers“ (Rowohlt) von einem Jugendlichen in der DDR während sieben Wochen sturmfreier Bude. Kubiczeks entspannter, nie elaborierter Erzählton kommt beim Publikum gewiss gut an. Im Abgleich mit der aktuellen deutschen Gegenwartsliteratur, die gern mit diffizilen Themen und schweren Sprachgeschützen aufwartet, könnte das Buch beim finalen Kritiker-Check aber als Leichtgewicht durchfallen.

Gebürtiger Potsdamer

1969 in Potsdam geboren, lebt er heute als freier Schriftsteller in Berlin. Seine Mutter, eine Laotin, hatte seinen Vater während des Studiums in Moskau kennengelernt.

Zuletzt machte Kubiczek mit den Romanen „Das fabelhafte Jahr der Anarchie“ (2014) und „Der Genosse, die Prinzessin und ihr lieber Herr Sohn“ (2012) von sich reden. Debütiert hat er 2002 mit dem Roman „Junge Talente“. Mit seinem aktuellen Buch kehrt er wieder zum Hamburger Rowohlt-Verlag zurück, nachdem er zwei Titel beim Münchner Piper-Verlag herausbrachte.

André Kubiczek: Skizze eines Sommers. Roman. Rowohlt Berlin, 384 Seiten, 19,95 Euro.

Kubiczek hat starke Konkurrenz

Bodo Kirchhoff ist mit 68 Jahren der älteste Kandidat. In „Widerfahrnis“ (Frankfurter Verlagsanstalt) bricht die Leidenschaft unverhofft über ein resigniertes Paar herein. Thomas Melle schildert in „Die Welt im Rücken“ (Rowohlt Berlin) seine manisch-depressive Erkrankung.

Philipp Winkler hat mit „Hool“ (Aufbau) seinen ersten Roman vorgelegt. Er gibt darin einer Szene eine Stimme, die in der deutschen Literatur so gut wie nie vorkommt: den Hooligans.

Zwei Österreicher sind dabei: Reinhard Kaiser-Mühlecker und Eva Schmidt. Er schildert in „Fremde Seele, dunkler Wald“ (S. Fischer) den Konflikt zweier Brüder und den Niedergang ihres väterlichen Hofs. Sie erzählt in „Ein langes Jahr“ (Jung und Jung) von stillen Nöten und spärlichen Freuden ganz normaler Menschen - und Hunden.

Entscheidung am 17. Oktober – Gewinner bekommt 25.000 Euro

Für die Longlist hatte die Jury zunächst 20 Titel aus 178 Neuerscheinungen ausgewählt. Nun wurde die Liste auf sechs verkürzt. Der Sieger wird am 17. Oktober bekanntgegeben. Er erhält 25.000 Euro, die übrigen fünf Autoren der Shortlist je 2500 Euro.

Von MAZonline und dpa

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