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Potsdamer Filmemachrinnen in Saarbrücken

Max-Ophüls-Filmfestival Potsdamer Filmemachrinnen in Saarbrücken

Die eine will endlich ihre Ruhe, die anderen haben ihren Nervenzusammenbruch schon hinter sich. Zwei Potsdamer Filmuni-Absolventinnen buhlen bei den Langfilmen im Wettbewerb des Max-Ophüls-Festival in Saarbrücken um die Trophäe. Mit Filmen über starke und doch sehr verletzliche Frauenfiguren.

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Britta Hammelstein und Detlev Buck in dem Film „Ferien“.

Quelle: rbb Presse & Information

Saarbrücken. Kein Bock mehr auf Hamsterrad, Leistungsdruck, Immer-perfekt-sein-müssen! Die junge, semidepressive Staatsanwältin Vivi (Britta Hammelstein) braucht eine Auszeit – von Job, Freund, Familie. Alle wollen was von ihr, dabei will Vivi nur eins: Ruhe. Also schickt ihr Vater (Detlev Buck) sie in die „Ferien“ auf eine Nordseeinsel, nervt sie dort allerdings weiter mit Selbstoptimierungstipps. Beschaulichkeit lernt Vivi von ihren neuen Freunden. Zusehends löst sich Vivi aus ihren Zwängen. Am Mittwochabend feierte die herzenswarme, fluffig erzählte Tragikomödie „Ferien“, Bernadette Knollers Abschlussfilm an der Potsdam-Babelsberger Filmuniversität „Konrad Wolf“, Weltpremiere im Langspielfilmwettbewerb des 37. Filmfestivals Max-Ophüls-Preis in Saarbrücken.

Bernadette Knoller, Tochter von Detlev Buck

Gibt es Parallelen zwischen Vivi und Bernadette? Bedingt, ja. Während ihres Regiestudiums erlebte Bernadette Knoller eine krisenhafte Zeit, in der die Wahl-Potsdamerin am eingeschlagenen Weg zweifelte.

Trägt die 29-Jährige ein Regie-Gen in sich? Schließlich ist Vivis-Papa-Darsteller und Filmemacher Detlev Buck im echten Leben Bernadettes Vater. „Als Kind habe ich wenig von seiner Arbeit mitbekommen, das erste Mal am Set war ich mit 18, bei ,Knallhart’.“ Den Dreh zu „Ferien“ (entstanden dank der Medienboard-RBB-Nachwuchsinitiative „Leuchtstoff“) bereicherte Buck jedenfalls: „Er sorgte für gute Stimmung am Set.“

Leoni Krippendorff geht mit „Looping“ ins Rennen

Mit Leonie Krippendorff steht eine weitere Filmuni-Absolventin im Langfilmwettbewerb der wichtigsten Leistungsschau des deutschsprachigen Branchennachwuchses. In ihrem Drama „Looping“ (Koproduktion mit ZDF/Das kleine Fernsehspiel) porträtiert sie drei Frauen verschiedener Generationen (Jella Haase, Lana Cooper, Marie-Lou Sellem), die in der Psychiatrie eine intensive Liebesgeschichte erleben. Ihren Film beschreibt Leonie Krippendorff als „sehr persönlich“, als „Sammelsurium von Situationen und Zuständen, mit denen ich selbst oder Menschen, die mir sehr nahe stehen, konfrontiert waren oder sind.“ Als Frau sei es „nicht leicht, wirklich frei und wild und ehrlich zu sein“.

In „Looping“ überschreiten die Figuren, die jeweils krasse Geschichten mit sich schleppen, gemeinsam Grenzen. Eine Ode an so verletzliche wie starke Frauen. Am Sonnabend werden in Saarbrücken die mit insgesamt 110 000 Euro dotierten Preise vergeben.

Von Ricarda Nowak

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