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Kultur Potsdams Linke will Hollywood zur Kasse bitten
Nachrichten Kultur Potsdams Linke will Hollywood zur Kasse bitten
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16:04 08.11.2015
Sebastian Koch (l.) und Tom Hanks in einer Szene vor Schloss Marquardt. Quelle: Fox
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Potsdam

Die Stadt soll finanziell mehr als bisher von Filmen profitieren, die hier gedreht werden. Deshalb will die Linke-Stadtfraktion die seit 2001 geltende „Satzung zur Sondernutzung von öffentlichen Straßen“ überarbeiten lassen. Ein entsprechender Antrag wurde von den Stadtverordneten jetzt in den Ordnungsausschuss überwiesen. Anfang 2016 soll eine neue Satzung vorliegen, fordert die Linke.

Stein des Anstoßes war die viereinhalbtägige Komplettsperrung der Glienicker Brücke für Hollywood: Oscar-Preisträger Steven Spielberg drehte vor gut einem Jahr seinen Agententhriller „Bridge of Spies“ mit Tom Hanks.

Für die Dreharbeiten am Originalschauplatz landeten nur 838,45 Euro im Stadtsäckel. Beim Linke-Frühschoppen am Sonntag im Bürgerhaus am Schlaatz thematisierte Kulturpolitikerin Karin Schröter die gewünschte Satzungsänderung. Es gehe nicht darum, „kleine Händler, die ein paar Stühle auf die Straße stellen“, zu schröpfen, sondern um „kommerzielle Sondernutzer“ wie Filmgesellschaften. In diesem Zusammenhang sprach die linke Stadtverordnete von „reißerischen Filmen“, die hier entstehen. Die Stadt könne keine Straßensondernutzungsgebühren für Dreharbeiten, sondern nur „Verwaltungsgebühren für Maßnahmen im Straßenverkehr in sehr geringer Höhe“ erheben. „Auch das sollte künftig geändert werden“, heißt es im Antrag der Linken.

In den USA hat „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ bereits rund 55 Millionen Dollar eingespielt. Am Freitag feiert der bereits als Oscar-Anwärter gehandelte Thriller in Gegenwart von Spielberg und Hanks Europapremiere im Berliner Zoo-Palast. Deutscher Kinostart ist am 26. November.

Von Ricarda Nowak

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