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Präsentation „Wege in die Szenografie“

Filmuniversität „Konrad Wolf“ Präsentation „Wege in die Szenografie“

„Wege in der Szenografie“ gingen Studenten der Filmuniversität „Konrad Wolf“ in ihrer Präsentation namens „Schockma“ zum Semesterabschluss: Das sonst so graue Foyer der Filmuni ward plötzlich bunt: Auf der Betonwand über der Unibibliothek tanzten die Lichtgebilde.

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Das sonst so graue Foyer der Filmuni ward plötzlich bunt.

Quelle: christel köster

Babelsberg. In Anspielung auf Dogma – legendäre dänische, minimalistische Filmbewegung der 1990er – haben Szenografie-Studenten der Filmuniversität „Konrad Wolf“ ihre Semesterabschlusspräsentation „Schockma“ genannt. Kinofans verstehen das Augenzwinkern hinter dem Wortspiel, hatten doch die dänischen Regisseure wie Lars von Trier oder Thomas Vinterberg mit künstlich geschaffenen Filmwelten so gar nix am Hut.

Ganz anders die Babelsberger Studenten, denen es am Donnerstagabend bei ihrer Präsentation in Partyatmosphäre um „Wege in der Szenografie“ ging. Das sonst so graue Foyer der Filmuni ward plötzlich bunt: Auf der Betonwand über der Unibibliothek tanzten Lichter – vereinten sich zu räumlichen Gebilden, filigranen Apparaturen, organischen Strukturen.

Eindrucksvoll, wie sich ein unbeweglicher, massiver Bau allein durch den Einsatz von Licht in etwas Luftiges verwandelt. Erzählt wurden innerhalb der Projektion „Hybridfilm – Transformation von Architektur durch Licht“ je einminütige Lichtgeschichten, untermalt von dramatischen Klängen, komponiert von die Filmmusikstudent Jens Heuler. In einem interdisziplinären Workshop der Studiengänge Szenografie, Animation und Filmmusik wurde erkundet, ob man „durch Projektionstechniken die Unveränderlichkeit der Architektur brechen, durch Erzeugen optischer Illusionen neue Gestaltungsräume öffnen kann“, erklärte Szenografie-Professor Carsten Woithe, der den Workshop mit dem akademischen Mitarbeiter Oliver Seiter betreute.

Um außergewöhnliche Raumkonzepte umzusetzen, gehört zur szenografischen Arbeit das Experimentieren mit, manchmal auch das Zweckentfremden neuer Materialien. Ob konzeptionelle Malerei, Modellbau oder Experimentalfilm – Einblicke wurden außerdem in die „Szenografische Erfinderwerkstatt“ von Szenografie-Professorin Angelica Böhm und ihrem Kollegen Jan Schneider. Die Szenografie-Erstsemester befassten sich im Grundlagenkurs mit „Charlie und die Schokoladenfabrik“ und „Stadt der verlorenen Kinder“. Die Aufgabe: zusätzliche Sets zu erfinden, sich auf diese Weise in den Stil der Filme einfühlen und sich unter anderem im technischen Zeichnen, Modellbau üben, sagte Angelia Böhm.

„Wohnlicher“ gestaltet wurde das Foyer der Filmuni – dank neuer Sitzgelegenheiten, bestehend aus dem flexiblen hydrophilen Geotextil Concrete Canvas. Das Wundermaterial kommt vor allem im Erd- und Wasserbau zum Einsatz, wird auch von Hilfsorganisationen für temporäre Bauten wie etwa Zelte genutzt. Szenografie-Studenten haben daraus nun skulpturale Möbel geschaffen: Mehrere große Sitzkissen, die zwar fluffig wirken, in die man jedoch nicht einsinkt, sondern auf denen man stabil sitzt. Auf dem Monitor über der neuen Sitzgruppe lief ein Kurzfilm, in dem eins der darin animierten Möbel sein monstermäßiges Unwesen treibt und jemanden mit gelben Gummihandschuhen durch die Filmunigänge hetzt – und ihn am Ende auffrisst. Wer aufmerksam ist, entdeckt unter einem der Kissen die Handschuhe.

Von Ricarda Nowak

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