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Tanzen bis zum Umfallen

HOT-Premiere: „Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss“ Tanzen bis zum Umfallen

Vom Roman zum Film zum Bühnenstück: Am Freitag, 5. Juni, feiert im Hans-Otto-Theater das Drama „Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss“ Premiere. In den Hauptrollen spielen Franziska Melzer, Alexander Finkenwirth und René Schwittay.

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„Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss“: Szene mit Franziska Melzer, Alexander Finkenwirth und René Schwittay (v.l.).

Quelle: HOT/Böhme

Schiffbauergasse. Vom Roman zum Tanzfilm zum Bühnenstück: „Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss“ – 1935 geschrieben von Horace McCoy, 1969 verfilmt von Sydney Pollack – feiert am 5. Juni in der Inszenierung von Niklas Ritter (43) Premiere im Hans-Otto-Theater, mit Musik von Ritters Bruder Tillmann (38) und unter Mitwirkung des Kammerchors „Cantamus Potsdam“. Die Geschichte dreht sich um die Hauptfiguren Robert (Alexander Finkenwirth) und Gloria (Franziska Melzer), die ins Filmbusiness streben und sich das nötige Kapital dafür bei einem Tanzmarathon erkämpfen wollen und dafür bis an den Rand des Erträglichen gehen.

Musik, Tanz, Schauspiel – das Thema sei wie geschaffen fürs Theater, sagt Niklas Ritter. In seiner reduzierten Inszenierung treten vier Paare gegeneinander an. Vor gut eineinhalb Jahrzehnten wurde „Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss“ schon einmal am HOT aufgeführt, mit weitaus mehr Schauspielern. Wie meistern Melzer, Finkenwirth und Kollegen die Tanzszenen? Manche besser, andere so lala. Doch darum geht’s nicht, sagt der Regisseur. Sondern darum, das Vergehen von Zeit zu erzählen, die körperlichen Anstrengungen nach zig Stunden Tanz. „Dabei mühevoll auszusehen, ist für das Stück zuträglich.“

Als Kommentar zu Casting-Shows á la „Deutschland sucht den Superstar“ will Niklas Ritter seine Bühnenadaption nicht verstanden wissen: Wenn auch den TV-Kandidaten suggeriert werde, ihr Leben ende mit dem Ausscheiden aus der Show, so „liegt es mir komplett fern, mich an Dieter Bohlen abzuarbeiten“. Der Tanzmarathon sei jedoch eine Metapher für das Leben und für den Kapitalismus, in dem man nicht schlafen dürfe, weil man sonst verloren sei.

Ihre gemeinsame Arbeit – begonnen vor einigen Jahren mit einem Stück am Berliner Maxim-Gorki-Theater bezeichnen die Ritter-Brüder unisono als harmonisch. „Wir ergänzen uns. Streit gab’s früher öfter als jetzt.“

Termine: 5., 6. und 13. Juni, jeweils um 19.30 Uhr, Hans-Otto-Theater, Tickets unter 9811-8.

Von Ricarda Nowak

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