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Programm von Potsdamer Nikolaisaal und Kammerakademie vorgestellt

Bilanz und Ausblick Programm von Potsdamer Nikolaisaal und Kammerakademie vorgestellt

Angesagte Adresse: Am Donnerstag wurde im Potsdamer Nikolaisaal Bilanz der 15 Jahre seit Bestehen dieses größten Konzerthauses des Landes Brandenburg gezogen: Über 1,4 Millionen Besucher kamen seit August 2000 in dieses Haus. Zum Jubiläum am 27. August wird es ein viertägiges Auftakt-Fest geben. Und die neue Konzertsaison 2015/16 bietet reichlich Höhepunkte.

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Manfred Krug und Uschi Brüning am 27. März 2015 im Potsdamer Nikolaisaal beim gemeinsamen Konzert.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Wenn man im Potsdamer Nikolaisaal Platz genommen hat auf einem der Zuschauer-Sessel mit den lustigen Pril-Blumen, die in den 1970ern Kult waren, ist man irgendwie gleich beschwingt. Das vom Architekten Rudy Ricciotti entworfene Konzerthaus mit den 725 Plätzen – das größte im Land Brandenburg – ist eine angesagte Adresse des guten Klangs. Seit der Eröffnung im Sommer 2000 kamen mehr als 1,4 Millionen Besucher. Und die Auslastung betrug 90 Prozent. Solch Erfreuliches konnte Chefin Andrea Palent am Donnerstag bei der Jahrespressekonferenz verkünden. Sie sagte angesichts dieser guten Bilanz: „Wir blicken selbst erstaunt zurück.“ Und stellte dann Vielversprechendes aus dem Programm der Konzertsaison 2015/16 vor.

Eingeläutet wird diese zum 15. Geburtstag des Nikolaisaals am 27. August mit einem viertägigen Auftakt-Fest. „Man kann kleine französische musikalische Häppchen hören“, sagte Palent. Rhythmische „Petit Fours“ wie Musette, kredenzt von Mitgliedern der Kammerakademie Potsdam. Das Filmorchester Babelsberg wartet zum Jubiläum mit einem Chaplin-Abend rund um den Stummfilm „The Tramp“ auf, der vor 100 Jahren uraufgeführt wurde. Man kann sich auf Jazz mit Till Brönner freuen. Am 29. August steigt vor der Tür ein Straßenfest mit der Band „Bratsch“ aus Frankreich.

Ansonsten wird’s wieder eine wunderbare Mischung aus ungewöhnlichen Stil-Kreuzungen, klassischen Konzertformaten, Projekten für Kinder, interaktiven Angeboten für junge Leute – jene für Schüler ab der achten Klasse wurden ausgebaut – sowie Neuproduktionen geben. Stars wie die Pianisten Khatia Buniatishvili oder David Fray, Countertenor Franco Fagioli aus Argentinien, Harfenist Xavier de Maistre, die Band „Spark“ und der niederländische Bluessänger Hans Theessink geben ihr Können zum Besten.

Aber da sind auch zwei Neuerungen wie die Reihe „Jazz@Nikolaisaal“. Mit von der Partie ist Songpoetin Pe Werner mit ihrem Programm „Im Mondrausch“. Und „Nikolaisaal spezial“ verspricht flotte lateinamerikanische Klänge, die das Blut in Wallung bringen. Beim Auftritt des Ensembles La Chimera trifft karibische Freude am Leben auf Barockmusik.

Der Geschäftsführer der Potsdamer Kammerakademie, Alexander Hollensteiner, präsentierte deren Programmheft. Auf dem Cover ein Teil einer Violine neben Baumrinde. Das passt! Denn dem Orchester geht es diesmal auch um die Verbindung von Musik und Natur. Gespielt wird Händels „Wassermusik“ oder es ist eine musikalische „Tierische Silvesterparty“ mit Stücken von Haydn oder Rimski-Korsakow zu erleben, bei der das Gackern der Hennen und das Zwitschern der Vögel zu vernehmen ist. In der Winteroper von Kammerakademie und Hans-Otto-Theater (20. November) ist diesmal Alessandro Scarlattis „Cain und Abel“ zu hören.

Von Angelika Stürmer

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