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08:27 29.10.2018
Stellen sich wiederum in guter Form vor: Riverside aus Polen. Quelle: Promo
Potsdam

Ödland, wohin man auch blickt. Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf geworden. Nur gering ist die Chance zu überleben. Die Welt ist geborsten. Die auf ihr wandeln sind in Gefahr. Schriftsteller wie Cormac McCarthy in seinem düsteren Roman „The Road“ dürften als Stichwortgeber für das aktuelle Album „Wasteland“ von Riverside gelten. Dystopische Visionen vom Leben auf der Erde – in Film und Musik sind sie längst, schon gar nicht in den vergangenen Jahren – keine Seltenheit.

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Die wilde Jagd geht wieder los! Was haben 77 aus Katalanien, The Lazys aus Australien und eben auch The Wild! aus Kanada gemeinsam? Die Vorliebe für derben Boogie-Rock, für fiebrigen Blues, der aus den Poren geschwitzt wird und manch punkige Kante hat,für stoisch-geniale Riffs, die zum Matte schütteln und Umtrunk geradezu einladen. Stoff also, der von AC/DC ebenso geliefert wird wie von ZZ Top. The Wild! Sind vier ehrliche, höchst robuste Haudegen, die nun erstmals als Headliner auf Schlands Bühnen stehen. Die Jungs spielen am Mittwoch, dem 31. Oktober, um 20 Uhr im Nuke Club in Berlin-Friedrichshain

The Wild!: Wild At Heart. Steamhammer/SPV.

Auf die alte Schule lassen Spell aber mal sowas von gar nichts kommen: Wie heißt es in dem einen der neuen Stücke des Trios aus Vancouver so schön? „We are possessed by Heavy Metal.“ Knackige Ansage der Kanadier. Punkt. Daher werden die Tugenden – für die neben den Vertretern des New British Heavy Metal auch etliche Bands aus Nordamerika standen – genussvoll, laut und schmutzig beschworen. Aber eben schon ein wenig geläufig. Manchmal auch ein Fluch.

Spell: Full Moon Sessions. Bad Omen/Soulfood.

Hier kommen Riverside auf den mitunter melancholischen Punkt. Kompakt und variabel. Der metallische Gehalt ihrer schlüssig strukturierten Songs, die dennoch weiter im Progressive Rock wurzeln, hat sogar wieder ein wenig zugenommen. Apropos finstere Gedanken und Jammertal: Das Trio aus Warschau musste zudem einen Abgrund persönlicher Art überwinden – nach dem plötzlichen Tod seines Gitarristen Piotr Grudzinski. Der Neustart, an dem im Studio zwei jüngere Kollegen beteiligt waren, ist der Band aus Polen gelungen.

Die Konzerte: Riverside spielen am Dienstag, dem 30. Oktober, um 20 Uhr im Kesselhaus der Kulturbrauerei in Berlin-Prenzlauer Berg.

Von Ralf Thürsam

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