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Puhdys sagen Tschüss

Letztes Konzert in Berlin Puhdys sagen Tschüss

Die Ost-Kultband Puhdys gab in Berlin vor 11 500 Fans das letzte Konzert ihrer Abschiedstour. Die Fans waren begeistert und sangen fast jede Zeile mit. Besonders emotional wurde es, als Familienmitglieder auf die Bühne kamen.

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Sänger Dieter „Maschine“ Birr bedankte sich bei den treuen Fans.

Quelle: FOTO: dpa

Berlin. „Alles was zu Ende ist, kann auch Anfang sein.“ Gleich mit den ersten Zeilen des ersten Liedes des Abends setzen sie Zeichen. Die Puhdys haben nun offiziell „Goodbye“ gesagt – doch auch nach ihrem letzten Konzert der zwölf Monate dauernden Abschiedstour ist noch nicht richtig Schluss. Die 11 500 Fans, die am Samstag in die ausverkaufte Berliner Mercedes-Benz Arena gekommen sind, gehen mit Flyern für die „Rocklegenden Tour“ nach Hause. „Zum letzten Mal gemeinsam live“, so der Slogan. Bis zum Sommer stehen die Puhdys noch mit Karat und City auf der Bühne.

Im Februar 2015 hatten Sänger Dieter Birr (71) alias „Maschine“ und seine vier Kollegen überraschend mitgeteilt, dass sie die Puhdys-Karriere beenden wollen, weil sie langsam doch zu alt werden. Im November 1969 hatten sie zum ersten Mal auf der Bühne gestanden; damals noch mit Coverversionen englischsprachiger Hits. Bis zum Fall der Mauer wurden sie zwölfmal zur beliebtesten Rockgruppe der DDR gewählt.

„Danke Puhdys für die schöne Zeit“, steht auf einem gebastelten Plakat. Die Fans – darunter viele Paare – sind mit „ihrer“ Band in die Jahre gekommen. Doch alle zusammen halten an diesem Abschiedsabend ganze drei Stunden durch. Ob „Das Buch“, „Alt wie ein Baum“ oder „Hiroshima“. Kaum einer der großen Hits aus mehr als vier Jahrzehnten fehlt - und das Konzert ist wie ein Familienabend, in dem in Erinnerungen geschwelgt wird.

„Wir sind jetzt im 46. Jahr und wollten uns bedanken bei all unseren Fans für diese fast lebenslange Treue“, sagt Birr. Obwohl sie zu den erfolgreichsten Bands der DDR zählten und auch jetzt noch Hallen füllen, wirken die Puhdys wie Kumpels von nebenan.

Auf der Bühne stehen teils drei Generationen. All ihre Kinder seien Musiker geworden, berichtet Birr. Er selbst singt ein Duett mit seiner Enkelin. Die Band Bell, Book and Candle ist dabei, in der einige Puhdys-Kinder spielen. „Er ist der Urenkel von meinem Opa“ – so stellt „Maschine“ seinen Sohn Andy vor. Nun hat die Rocker-Altersteilzeit begonnen. Auch wenn „Maschine“ sowie Peter Meyer (75/Keyboard), Dieter Hertrampf (71/Gitarre), Peter Rasym (62/Bass) und Klaus Scharfschwerdt (61/Schlagzeug) ihr gemeinsames Projekt wohl bald beenden: „Von den einzelnen Musikern werden wir sicherlich noch einiges zu hören bekommen“, hatte das Management bei der Bekanntgabe des Band-Abschieds verraten.

Von Sophia-Caroline Kosel

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