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Quoten 2015: "Tatort" vorn, nicht Fußball

Medien Quoten 2015: "Tatort" vorn, nicht Fußball

Das Zweite ist zum vierten Mal an erster Stelle. Doch der größte Zuschauermagnet des Jahres war bei der Konkurrenz zu sehen.

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Axel Prahl (als Kommissar Frank Thiel, l) und Jan Josef Liefers (als Prof. Karl-Friedrich Boerne) bei Dreharbeiten der «Tatort»-Folge «Erkläre Chimäre».

Quelle: Bernd Thissen

Berlin. Das ZDF ist Quotensieger des Jahres 2015. Das Zweite erreichte zum vierten Mal in Folge den ersten Platz in der Zuschauergunst. Einen Tag vor Silvester lag der Mainzer Sender am Mittwoch mit 12,5 Prozent Marktanteil im Gesamtpublikum uneinholbar vorn, wie aus den Messungen der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) hervorgeht.

2014 hatte der Marktanteil des Zweiten allerdings mit 13,3 Prozent noch etwas höher gelegen. Es folgt das Erste der ARD mit 11,6 Prozent (Vorjahr: 12,5 Prozent). Marktführer bei den Privatsendern war im Jahr 2015 erneut RTL mit 9,9 Prozent (2014: 10,3 Prozent) vor Sat.1 mit 7,9 Prozent (2014: 8,1 Prozent).

In einem vergleichsweise schwachen Sportjahr ohne WM, EM oder Olympia war der größte Quotenhit ein "Tatort"-Krimi. Die Episode "Schwanensee" des WDR-Ermittlerteams aus Münster erreichte am 8. November im Ersten laut Media Control 13,69 Millionen Zuschauer.

Auf Platz zwei der meistgesehenen Sendungen liegt das Champions-League-Spiel des FC Barcelona gegen Bayern München im ZDF, das am 6. Mai 13,46 Millionen Menschen vor den Bildschirm lockte. Auf dem dritten Rang steht dann erneut ein ARD-"Tatort" aus Münster mit Axel Prahl und Jan Josef Liefers: Im Schnitt 13,03 Millionen verfolgten am 31. Mai die Folge "Erkläre Chimäre".

Ebenso wie die großen TV-Anbieter verloren auch die meisten kleineren Sender Marktanteile, weil immer mehr Kanäle entstehen. ProSieben sank von 5,5 Prozent auf 5,3 Prozent, Vox bröckelte leicht von 5,2 Prozent auf 5,1 Prozent, RTL II gab von 3,9 Prozent auf 3,7 Prozent nach, Kabel eins blieb bei 3,8 Prozent stabil. Super RTL legte gar von 1,7 Prozent auf 1,8 Prozent zu, musste aber die Marktführerschaft in seiner Zielgruppe der 3- bis 13-Jährigen erstmals an den KiKA abgeben. Grund ist die wachsende Konkurrenz durch den Disney Channel.

Die Dritten Programme erreichten zusammengerechnet 12,5 Prozent der Zuschauer. Im Vorjahr waren es 12,4 Prozent gewesen.

dpa

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