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20:51 24.09.2015
Lulu (Louise Brooks) in „Die Büchse der Pandora“
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Potsdam

Stars, die in der Filmbranche zu Ruhm gekommen sind, geben sich manchmal zu erkennen als Fans von anderen Stars. So ist es bei Dominic Raacke, der von 1999 bis 2013 den Berliner „Tatort“-Kommissar Till Ritter spielte.

In der Reihe „Cinéma privé“, die radioeins vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) mit der Märkischen Allgemeinen Zeitung als Medienpartner veranstaltet, wünscht sich Raacke an diesem Freitagabend im Potsdamer Filmmuseum „Die Büchse der Pandora“, ein Stummfilm von 1929, gedreht in den Studios Potsdam-Babelsberg.

Dominic Raacke Quelle: Markus Tedeskino

Raackes besonderes Augenmerk gilt hier Louise Brooks. Sie hat mit ihrem Pagenkopf die Welt verrückt gemacht, sie ging von Hollywood nach Potsdam, weil es hier mehr zu verdienen gab. Und weil sie in G. W. Pabst einen Regisseur fand, der sie so facettenreich zwischen Femme Fatale und Kindmädchen besetzte, dass dieser Film längst zu den Klassikern der Filmgeschichte zählt.

Prominente stellen ihre jeden Monate ihren Lieblingsfilm vor

Eben darum geht es bei „Cinéma privé“: Jeden Monat wird ein Prominenter aus Kunst, Kultur, Sport und Politik eingeladen, der sich einen Film wünschen darf, und vorab mit rbb-Moderator Knut Elstermann vor Publikum darüber spricht.

Mit „Die Büchse der Pandora“ glückt ein fulminanter Auftakt, der Film gründet lose auf den Dramen „Der Erdgeist“ und „Die Büchse der Pandora“, geschrieben von Frank Wedekind. Lulu, eine junge Tänzerin, verliebt sich in Männer und Frauen, die an ihre zugrunde gehen. Von Skandalen und Mord ist ihr Weg gepflastert, schließlich landet sie in London, wo sie sich aus Geldnot prostituiert – eben in jenem London, wo der Frauenmörder Jack The Ripper nach Opfern sucht.

Cinéma privé mit Dominic Raacke: Freitag, 25. September, 19 Uhr im Potsdamer Filmmuseum, Marstall am Lustgarten, 14467 Potsdam. Karten und Infos unter Tel. 0331/2718112.

Von Lars Grote

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