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Red Hot Chili Peppers: Wenn der Chat besser als das Konzert ist

Livestream-Konzert aus dem Kraftwerk Berlin Red Hot Chili Peppers: Wenn der Chat besser als das Konzert ist

Am Dienstagabend haben die Red Hot Chili Peppers vor ausgewähltem Publikum im Kraftwerk Berlin gespielt. Wer nicht dabei sein konnte, der konnte das Konzert im Livestream anschauen. Unser Reporter hat das gemacht und weiß, was er nun nicht wieder tut.

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Links der Konzertbildschirm, rechts der Chat, der oft unterhaltsamer war.

Quelle: Screenshot

Berlin. Die ersten Minuten ein Schock: Das soll ein Livestream von einem Konzert sein? Der Sound stockt, das Bild ist quasi nicht zu erkennen. Auch die 360-Grad-Kamera, die großspurig angekündigt wird - ein Flop. Man kann zwar netterweise einmal durch die Halle oder über die Bühne schauen. Bringt aber nichts, weil die Kamera häufig weg springt. Statt Bassist Flea oder Sänger Anthony Kiedis ist dann die Decke zu sehen. Ärgerlich ist vor allem die richtig miese Tonqualität. Richtig doof, weil die Band das Konzert mit "Can't Stop" und "Dani Californication" beginnt - zwei Klassikern, die man doch gerne gehört hätte.

Ein Best-of-Konzert mit einigen neuen Stücken

Später wird's besser. Dazu muss aber die 360-Grad-Kamera abgeschaltet werden. Dann wird's sogar richtig gut. Das Bild ist gut, die Tonqualität auch. Auch die Kameraführung ist in Ordnung. Das Konzert: Solide Unterhaltung. Vor einer Präsentation des neuen Red-Hot-Chili-Albums "The Getaway" kann keine Rede sein. Die Band spielt ihre bekannten Hits wie "Californication" oder "Snow" und streut ab und an einen neuen Song ein. "Dark Necessities" etwa fügt sich gut ein, fällt aber kaum auf. "Sick love" kurz vor Schluss bleibt schon eher hängen.

Im Chat wird über Konzertbesucher gelästert

Zu diesem Zeitpunkt tragen Kiedis und Flea längst keine T-Shirts mehr. Vor allem Sänger Kiedis wird von der Kamera immer wieder eingefangen, liegt wahrscheinlich an seinem gewaltigen Schnurrbart und seinen lässigen Tanzschritten. Apropos Tanzschritte: Die sieht man beim Schwenk übers Publikum eher weniger. Die Zuschauer stehen meist ruhig da, maximal ein wenig wippend. Erst zum letzten Song "Give it away" tanzen die Leute. Die Nicht-Stimmung ist übrigens auch großes Thema im Chat gewesen, der parallel zum Konzert lief und dessen Nachrichten auf dem Bildschirm zu lesen waren. Kräftig gelästert wurde da über das doch eher zurückhaltende Konzertpublikum. Und das war meist unterhaltsamer als das Konzert am Bildschirm.

Nun ja, im November kommen die Red Hot Chili Peppers erneut nach Berlin - ganz ohne Livestream, ganz ohne Chat.

Von Christian Meyer

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