Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Kultur Reeses Einstand am Berliner Ensemble
Nachrichten Kultur Reeses Einstand am Berliner Ensemble
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:31 22.09.2017
Constanze Becker in der Inszenierung von „Caligula“. Quelle: dpa
Anzeige
Berlin

Am Berliner Ensemble hat eine neue Ära begonnen. Nach dem Weggang von Claus Peymann (80) gab der neue Intendant Oliver Reese (53) am Donnerstagabend seinen Einstand. Der vom Schauspiel Frankfurt kommende Reese startete seine erste Spielzeit mit Albert Camus’ „Caligula“ – inszeniert von dem Regieshootingstar Antú Romero Nunes und mit Constanze Becker in der Titelrolle.

Im Mittelpunkt des Stückes steht der sadistische, von Weltschmerz geplagte römische Herrscher. Es war ein philosophischer und angesichts von heutigen Tyrannen auch ein sehr politischer Abend. Das Premierenpublikum feierte Schauspieler und Regisseur mit langem Applaus.

Der neue Intendant Oliver Reese. Quelle: dpa

Zwei weitere Premieren folgen: Am Freitagabend wird das Beziehungsdrama „Nichts von mir“ des Norwegers Arne Lygre gezeigt. In dem von der Slowenin Mateja Koleznik inszenierten Stück spielen unter anderem Stars wie Corinna Kirchoff, Judith Engel und Anne Ratte-Polle.

Am Samstagabend bringt Michael Thalheimer Brechts Stück „Der kaukasische Kreidekreis“ auf die Bühne. In der Rolle der Grusche ist die österreichische Schauspielerin Stefanie Reinsperger zu sehen.

Der Neustart an der Volksbühne verläuft derweil holprig: Die britische Rapperin Kate Tempest hat ihr für den 6. Oktober geplantes Konzert abgesagt. Ihr Londoner Management begründete die Absage mit „Drohungen gegen ihre Person“. Die Volksbühne wollte das Konzert mit Chor und Orchester in einem Hangar des stillgelegten Flughafens Berlin-Tempelhof organisieren. Es habe persönliche Drohungen per Mail und über die sozialen Medien gegeben, wird das Management zitiert.

Tempests Name war in den vergangenen Wochen in mehreren Berichten mit der BDS-Bewegung (Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen) in Zusammenhang gebracht worden. Das ist eine internationale Bewegung, die sich für Sanktionen und einen Boykott Israels wegen der Palästinenserpolitik einsetzt. Tempest hatte 2015 bei der Aktion „Artists for Palestine“ zusammen mit anderen britischen Künstlern erklärt, aus Solidarität mit den Palästinensern keine professionellen Engagements in Israel anzunehmen.

Von dpa/RND

Der Autor Lutz Seiler erhielt die mit 12.000 Euro dotierte Ehrung von Ministerpräsident Bodo Ramelow. Seiler wurde durch seinen Roman „Kruso“ bekannt, dessen Handlung im Jahr 1989 auf der Ostseeinsel Hiddensee spielt.

21.09.2017
Kultur Kammeroper Schloss Rheinsberg - Prominente möchten, dass Matthus Chef bleibt

Das Opernfestival in Rheinsberg steuert in eine ungewissen Zukunft. Seit Monaten ist von einer „Neuausrichtung“ der Kammeroper Schloss Rheinsberg die Rede. Was damit gemeint ist, weiß niemand. Dem Nachfolger von Frank Matthus bleibt wenig Zeit. Es könnte aber auch sein, dass sich der künstlerische Leiter noch einmal bewirbt und sein eigener Nachfolger wird.

21.09.2017
Kultur Kammeroper Schloss Rheinsberg - Brandenburg ist nicht „Dunkeldeutschland“

Frank Matthus ist künstlerischer Leiter der Kammeroper Rheinsberg. Noch, denn sein Vertrag gilt nur bis 2018. Am liebsten würde er sein eigener Nachfolger sein. Er erwägt, sich noch einmal zu bewerben. Für ihn setzen sich Persönlichkeiten wie Christian Thielemann und Harry Kupfer ein. Wir haben mit ihm über das Festival, die Provinz und über Brandenburg gesprochen.

26.02.2018
Anzeige