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Kultur Rihanna in Berlin – zugeknöpft wie nie
Nachrichten Kultur Rihanna in Berlin – zugeknöpft wie nie
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09:09 17.08.2016
Rihanna war auf der Bühne verhältnismäßig zugeknöpft. Quelle: David Wander
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Berlin

Rihannas Sexiness kommt diesmal im schlichteren Gewand. Beim Konzert am Dienstagabend in der Berliner Mercedes-Benz-Arena zeigt sie etwas weniger Haut als sonst, die Show ist weniger spektakulär und auch von den Zuschauern kommen nicht so viele – das allerdings kann nicht freiwillig so gewesen sein. Die Sängerin aus Barbados hatte ihre Tour verschoben, in Berlin änderte sich nicht nur das Datum, sondern auch der Ort – vom fast 70.000 Zuschauer fassenden Olympiastadion in die mit 15.000 Zuschauern nicht ganz ausverkaufte Mehrzweckhalle am Ostbahnhof.

Superstar Rihanna geerdeter wie nie zuvor

Die Fans erleben einen Superstar, der etwas geerdeter wirkt als zu Zeiten des aufgeregt-albernen Regenschirm-Evergreens „Umbrella“. Die 28-Jährige steigt mit der Ballade „Stay“ ein, hakt dann ihre Hits ab wie in einem Schlager-Medley. Songs, wie besagtes „Umbrella“ und „Love The Way You Lie“ werden nur angespielt. Einige Stücke vom aktuellen Album „Anti“ mogeln sich dazwischen, Rihanna präsentiert sich darauf als unverstandene Künstlerin. In Blindenschrift steht auf dem Cover: „Manchmal sind diejenigen, die sehen können, die Blindesten.“

Die Bühne wirkte anfangs wie mit Mehl überschüttet, wie hier bei einem Konzert kurz zuvor. Quelle: David Wander

Braver Applaus zu züchtigem Outfit

Apropos blind, die Bühne bietet nicht allzu viele Reize. Sie wirkt anfangs wie mit Mehl überschüttet. Rihanna und ihre Tänzerinnen und Tänzer sehen aus, als hätten sie sich mit Mullbinden vermummt. Der Bühnenaufbau bietet nicht den für Weltstars üblichen Bombast. Rihannas Po wackelt auf mehreren Leinwänden – ok, dafür fehlen Pyrotechnick und Konfetti. Und so gehen 90 Minuten voller angespielter Hits schiedlich-friedlich zu Ende. Mit einem braven Applaus – passend zum züchtigen schwarzen Outfit.

>> Eine ausführliche Rezension zum Konzert lesen Sie morgen in der Märkischen allgemeinen Zeitung.

Von Maurice Wojach

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