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Kultur Royale Schmuckstücke unter dem Hammer
Nachrichten Kultur Royale Schmuckstücke unter dem Hammer
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00:19 02.06.2018
Tortenbrosche, Manschettenknöpfe und Gliederarmband aus einstigem Hohenzollernbesitz. Quelle: copyright fotostudio bartsch berlin
Berlin

Zu den wertvollen Preziosen gehört eine Brosche in Tortenform für Queen Victoria von England (1819–1901) zum zweiten Geburtstag ihrer Tochter Princess Royal Victoria (1840–1901) am 21. November 1842. Das Geschenk stammte von Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha (1819–1861). „Dieser machte seiner Frau zu besonderen Anlässen immer wieder ausgefallene Geschenke: Als Ausdruck seiner Zuneigung designte er selbst für die Königin kostbare Schmuckstücke“, heißt es im Auktionskatalog.

Brosche von Queen Victoria im Angebot

40 Jahre überlebte Victoria ihren geliebten Ehemann. Nach dessen Tod 1861 zog sie sich fast gänzlich aus der Öffentlichkeit zurück. Die Mutter von neun Kindern war und blieb Witwe und trug bis zu ihrem Tod 1901 nur noch schwarze Kleider.

Der Schätzpreis für die Brosche aus Familienbesitz liegt bei 12 000 bis 15 000 Euro.

Nicht minder groß dürfte das Interesse für ein Goldgliederarmband sein, das der preußische König Friedrich Wilhelm IV. (1795–1861) seiner Nichte Marie (1825–1889) im Jahr 1842 zur Konfirmation schenkte. Marie ging als dritte Königin von Bayern und Mutter zweier bayerischer Könige in die Geschichte ein. Das von einem Berliner Goldschmied geschaffene gravierte Armband mit dreißig Diamantrosen geht mit einem Schätzpreis von 20 000 bis 30 000 Euro in die Versteigerung.

Ebenfalls interessant ist ein Armband, das Kaiser Wilhelm II. (1859– 1941) Lady Walburga Paget (1839– 1929) schenkte (Schätzpreis 8000 bis 12 000 Euro). Die Witwe eines englischen Diplomaten war seit früher Jugend mit dem preußischen Königshof eng verbunden. Walburga wurde 1839 als Gräfin von Hohenthal in Berlin geboren. Nach der Hochzeit des preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm mit der Princess Royal Victoria im Jahr 1858 wurde sie Victorias Hofdame.

Nicht zuletzt steht ein Paar Manschettenknöpfe (Schätzpreis 6000 bis 8000 Euro) zur Versteigerung. Die kleinen Kunstwerke mit dem Monogramm von Kronprinzessin Cecilie (1886–1954) unter der preußischen Königskrone stammen aus Potsdamer Privatbesitz. Cecilie hatte sie zu Weihnachten 1918 oder 1919 Friedrich Burgwedel geschenkt, dem Wagenmeister ihrer Hofhaltung auf Schloss Oels und auf Schloss Cecilienhof.

Teil der royalen Diplomatie

„Gerade im 100. Jahr der Wiederkehr des Endes der Monarchie ist dieser Blick in die Schmuckkassetten des Hochadels besonders spannend: Das sind die ganz privaten Geschenke der gekrönten Häupter innerhalb der Familie, die meist sehr schlicht oder persönlich ideenreich daherkommen, wie die Tortenbrosche für Queen Victoria von deren Gemahl. Und da sind die sendungsbewussten Hofgeschenke, wie von Kaiser Wilhelm II. an die Lady Paget, die Teil der royalen Diplomatie waren und die sich der Huld des Beschenkten durch die ganz unterschiedlich wertvollen aber immer funkelnden Diamantengeschmeide versichern wollten“, erklärt Stefan Körner, Leiter der Orangerie-Sparte bei Grisebach.

Von Jens Trommer

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