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Ruhelos in den Wechseljahren

Karikaturbuch Ruhelos in den Wechseljahren

Peter Menne karikiert in seinem Buch „Schlafstörung. Wenn Männer nicht zur Ruhe kommen“ die Gedanken eines Mannes mit Testosteronmangel. Was schießt Männer des nachts durch den Kopf wenn sie sich von links nach rechts wälzen? Diese Buch hat die Antworten.

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Quelle: Karikatur Menne

Potsdam. „Libido, Libido, wo hast du dich versteckt?“, fragt sich der Protagonist in Peter Mennes amüsantem Buch „Schlafstörung“. Menne wurde 1962 in Westfalen geboren. Seine ersten Karikaturen fertigte er an der Fachhochschule Bielefeld an. An der Kunsthochschule Berlin-Weißensee setzte er sein Studium fort. Heute lebt er mit seiner Familie in Potsdam.

Menne illustrierte schon Kinderbücher, zeichnete Stadtplakate und Porträts. In „Schlafstörung“ lässt er einen Mann mittleren Alters sich im Bett umherwälzen und über sein Leben nachdenken – er plagt sich mit Wechseljahren, in über 80 Zeichnungen! Was könnte ihm helfen? Meditieren, Beten oder wie sein Arzt ihm rät, das Glas Wein weglassen? Doch für den schlaflosen Mann sind diese Optionen nicht männlich genug. So bleibt er die Nacht über wach und schlägt sich mit allerlei wirren Gedanken herum. Dabei springt er häufig von einem Thema zum anderen. Beim Zubettgehen fragt er sich – im Geiste auf einem antiquierten Rad sitzend – ob sein Leben von gestern sei. Zwischendrin zeitliche und gedankliche Sprünge, die das Buch unnötig diffus machen, zugleich jedoch die chaotischen Gedankengänge in der Nacht demonstrieren. Da sind Rückblenden zu seiner Kindheit, er grübelt über das Wohlbefinden seines Hundes, die Fliegen auf seinem Toastbrot oder Plaudereien mit seinem Frisör. Besonders befasst sich der Protagonist mit

Beim Durchblättern entsteht für den Leser eine Figur, die sich nicht eindeutig erschließen lässt. Es ist ein Mann, der nicht zur Ruhe kommt, über Gott und die Welt philosophiert und sich fragt, ob auch in ihm ein Forrest Gump steckt. Mittlerweile bricht der Tag schon an. Das Buch öffnet allen Neugierigen ein Fenster, die wissen wollen, worüber sich gestandene Männer den Kopf zerbrechen. Andererseits können die Leser grübeln, welche tieferen Bedeutungen hinter den wilden Zeichnungen stecken. Etwa wenn der Mann seinen Kopf auf dem Schoße der Mutter bettet. Kann sie ihn noch zurechtbiegen?

Mennes Karikaturen sind natürlich auf die Spitze getrieben. Die Komik schießt zuweilen übers Ziel hinaus. Dennoch: ein erheiterndes Buch. Wie kommt ein Mann nur auf solche Fragen? Augenblicklich denkt der Leser über das eigene Leben nach – bis der Wecker klingelt.


Info: Peter Menne, „Schlafstörung“, tpk-Verlag, 128 Seiten, 14,80 Euro.

Von Lisa Neumann

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