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Kultur Sanfte Seele aus London
Nachrichten Kultur Sanfte Seele aus London
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14:58 27.02.2017
Sorgfältig geformte Songs bietet Allman Brown. Quelle: Promo
Potsdam

Es bleibt doch auf gewisse Weise eigenartig, dass sich einige Musiker geradezu unterschwellig in den Ohren ihrer Zuhörer einnisten. Wie Allman Brown, der Songwriter aus London schummelt sich einfach ein, denn gehört man ihn schon – als Lieder-Lieferanten für TV-Serien aus Amerika, darunter„Reign“, „Beauty And The Beast“ oder „Parenthood“. Und er tat es auf seine Weise: leise, behutsam, auf Samtpfoten wie eine Kater, der schließlich kuscheln kommt. Und wie.

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Feine Formel: Drei Grazien, die einen berückenden Gesang anstimmen und sorgsam die Saiten von Gitarre und zwei Celli schwingen lassen, plus zwei Brüder, die dem Ganzen ein solide federndes, rhythmisches Gerüst errichten mit Bass, Drums und Perkussion. Serafyn spielte oft und gern auf der Straße. Beste Schule für den Gang ins Studio. Nun kann der Fünfer aus der Schweiz sein Debüt „Foam“ vorweisen. Ein Kleinod des Kammer-Folk. Zart, konzentriert, melancholisch, ätherisch bisweilen und immer mit großem Atem.

Serafyn: Foam. Radicalis/Soulfood.

Konzert am 3. März, um 20 Uhr im Foyer 101 im Admiralspalast in Berlin-Mitte.

Besonders stolz war er auf sein Lied „Sons And Daughters“, das sanftmütige, zu Herzen gehende Duett über die Wege, die Söhne und Töchter irgendwann gehen. Angestimmt mit Liz Lawrence. Nicht nur mit ihr singt er auf seinem Debüt-Album „1000 Years“, ans Mikro bittet Allman außerdem Robyn Sherwell. Bemüht um vokalen Reichtum, den er im spannenden Feld von Pop, Folk und etwas Rock inszeniert. Ein paar akustische Vorlieben bleiben nachvollziehbar, etwa die für den Iren Vincent Mc Morrow. Oder die Schichtung des Gesangs und der hinzugefügte Hall, die mitunter an Bon Iver denken lässt, dieses luftige Ausschwingen. Keine schlechte Nachbarschaft.

Konzert: Allman Brown gastiert am Mittwoch, dem 1. März, um 20 Uhr in der Baumhausbar im Musik & Frieden in Berlin-Kreuzberg.

Von Ralf Thürsam

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