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Scarecrow: Stadt und Land sind eins

MAZ-Konzerttipp Scarecrow: Stadt und Land sind eins

Sie heißen Scarecrow. Kommen aus dem südfranzösischen Toulouse und sehen überhaupt nicht hässlich aus wie eine Vogelscheuche auf den Baumwollfeldern des amerikanischen Südens. Der Vierer überzeugt mit einem bombigen Groove aus Hip Hop und Blues. Genres und Generationen der Black Music werden meisterhaft verknüpft. Am Sonntag in Berlin.

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Sorgen für eine magische Verbindung von Hip Hop und Blues: Scarecrow.

Quelle: Promo

Potsdam. Wie verträgt sich eigentlich der Musiker, der einsam am Ufer des Mississippi hockt und mit seiner Gitarre den Blues hat, mit bombigen Beats, geloopten oder gesampelten Sounds wie sie der Hip Hop weltmarktfähig gemacht hat? Wer den Jungs von spannenden Scarecrow zuhört, weiß sofort die Antwort: Allerbestens!

Denn der Vierer aus dem südfranzösischen Toulouse bringt zusammen, was nach seinem Verständnis unbedingt und unauflöslich zusammengehört: Blues und Hip Hop. Das ungemein quirlige Quartett, bestehend aus dem Bass-Mann Jamo, dem Drummer Pap’s, dem Gitarristen und Blues-Sänger Slim Paul und dem Rapper Antibiotik, versteht es meisterlich, die von vielen als entgegengesetzt wahrgenommenen Genres auf den berühmten gemeinsamen Nenner zu bringen. Stadt und Land sind eins. Delta und Detroit. Großstadt-Ghetto und Bruchbude am Muddy Water.

Scarecrow – bitte nicht verwechseln mit der New Yorker Hair-Metal-Band gleichen Namens – sind die Erben einer langen und denkwürdigen Reihe von Musikern, die von Genre-Barrieren nicht viel halten und sie einfach mit bombastischem Groove abfackeln. Da passt es auch gut, dass Antibotik die Kunst der Nadel beherrscht. So zaubert der Scratcher alte Sounds aus der Rille. Obacht, was der aus einer Mundharmonika macht!

Kurzer Blick zurück: Vor 16 Jahren machten alte Blues-Haudegen mit jüngeren Beat-Bastlern auf der Compilation „New Beats From The Delta“ gemeinsame Sache. Haargenau dort setzen Scarecrow wieder ein. Fulminant kreieren sie ein organisches Miteinander – schon die glorreichen The Roots verzichten ja nicht auf analoge Instrumente.

Konzert: Sonntag, 15. Mai, im Hangar 49, Berlin-Mitte. Beginn: 21 Uhr.

Von Ralf Thürsam

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