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Til Schweiger gegen Tatort-Verschiebung

Sonntagskrimi Til Schweiger gegen Tatort-Verschiebung

Der Tatort ist der ARD und seinen Zuschauern heilig. Logisch, dass da eine Verschiebung heiß diskutiert wird. Erst recht, wenn es sich um einen Tatort mit Til Schweiger und Helene Fischer handelt. Der Krimi ist wegen der Terroranschläge in Paris verschoben worden. Der Schauspiel-Star hat dafür nur wenig Verständnis. Dafür hat er auch eine Begründung.

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Til Schweigers

Quelle: dpa

Hamburg. Wegen der Terroranschläge in Paris nimmt die ARD den für kommenden Sonntag geplanten Til-Schweiger-„Tatort“ aus dem Programm. Stattdessen kommt ein „Tatort“ mit Maria Furtwängler als Charlotte Lindholm. „Aus Respekt vor den Opfern der grausamen Anschläge von Paris haben wir die Premiere der „Tatorte“ mit Til Schweiger auf das kommende Jahr geschoben“, sagte Frank Beckmann, der NDR-Programmdirektor Fernsehen, am Montag in Hamburg. „Es passt einfach nicht in diese Wochen, eine Krimireihe zu zeigen, in der es auch um einen terroristischen Angriff geht.“ In den Filmen geht es unter anderem um eine Geiselnahme. Außerdem wird es viele Tote geben.

Schweiger-Filme laufen wahrscheinlich im Januar

Der betroffene Schweiger-„Tatort“ ist ein Zweiteiler, in dem auch Schlagerstar Helene Fischer mitspielt. Der erste Teil „Der große Schmerz“ sollte am 22. November zu sehen sein, die Fortsetzung „Fegefeuer“ eine Woche später (29. November). Als neuen Termin für die Hamburg-Folgen mit Kommissar Nick Tschiller nannte Beckmann „voraussichtlich Januar“.

Schweiger: Terroristen sollten nicht bestimmen, wie wir leben

Laut „Stern“ kämpfte Til Schweiger dafür, die Ausstrahlung nicht abzusagen. Dem Magazin sagte er: „Die Terror-Anschläge in Paris haben mich unglaublich wütend, traurig und fassungslos gemacht. Ich finde aber, wir sollten uns nicht von Terroristen diktieren lassen, wie wir leben sollen, uns nicht unsere Freiheit rauben lassen, und dazu gehört auch die, was wir im Fernsehen zeigen.“

Statt Schweiger kommen zwei andere Tatort-Premieren

An den freigewordenen Sendeterminen zeigt das Erste jetzt zwei andere „Tatort“-Premieren: am 22. November den Fall „Spielverderber“ mit Maria Furtwängler, am 29. November den Kiel-Krimi „Borowski und die Rückkehr des stillen Gastes“ mit Axel Milberg.

Auch andere Sender änderten das Programm

RTL II hatte bereits am Samstagabend den Kriegsfilm „Jarhead - Willkommen im Dreck“ durch das Bergsteigerdrama „Vertical Limit“ ersetzt, im Anschluss wurde an Stelle des Irak-Thrillers „Green Zone“ der Haifisch-Horrorfilm „The Reef - Schwimm um dein Leben“ gesendet.

Auch der US-Sender CBS kündigte am Montag an, eine für diese Woche geplante Episode seines Hits „NCIS: Los Angeles“ nicht zu zeigen. Auch eine Folge der neuen Serie „Supergirl“ werde vorerst verschoben. Bei „NCIS“ geht es um ein vermisstes Mädchen, das verdächtigt wird, sich einer Terrororganisation angeschlossen zu haben. „Supergirl“ sollte eigentlich die fiktive National City vor einer Serie von Bombenanschlägen retten. Beide Episoden würden noch gezeigt, aber erst später im Jahr. Für diese Woche würden andere Folgen vorgezogen.

Beim Germanwings-Absturz wurde auch das Programm geändert

Die Pariser Anschläge sind nicht das erste Schreckenereignis in diesem Jahr, das Konsequenzen für das deutsche Abendprogramm hat. RTL wollte sein Drama „Starfighter - Sie wollten den Himmel erobern“ über eine Absturzserie in der deutschen Luftwaffe ursprünglich Anfang April zeigen. Doch nach dem Absturz der Germanwings-Maschine am 23. März in den Französischen Alpen mit 150 Toten entschieden die RTL-Verantwortlichen, den Ausstrahlungstermin aus Respekt vor den Gefühlen vieler Menschen auf den 12. November zu verschieben.

Von MAZonline

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