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Scheherezade in tropischer Sommernacht

Vorabendkonzert zur Schlössernacht Scheherezade in tropischer Sommernacht

Betörender Abend am Neuen Palais in Potsdam: Mit „Scheherezade“ von Nikolai Rimski-Korsakow begann Freitagabend das Vorabendkonzert zur Potsdamer Schlössernacht. Tausende Zuschauer genossen den Auftritt des Rotterdam Philharmonie Orchestra. Petrus hatte ein Einsehen und ließ das angekündigte Unwetter an Potsdam vorbeiziehen.

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Potsdamer Schlössernacht.

Quelle: dpa

Potsdam. Das zarte Violinen-Motiv der Scheherazade hatte sich gerade noch einmal atemberaubend in die Höhe geschraubt, und die vielen tausend Zuschauer im Ehrenhof des Neuen Palais begannen zu begreifen, dass es das war: das Vorabendkonzert der Potsdamer Schlössernacht 2015 mit dem Rotterdam Philharmonie Orchestra.

Rimski-Korsakows farbenprächtige Symphonische Suite über die Geschichten von 1001 Nacht hatte direkt die Herzen und auch den Nerv dieser tropischen Sommernacht getroffen.

Feuerwerk mit Mozart-Orff-und-Rameau-Musik

Der langsam aufbrausende Applaus wurde aber plötzlich abgewürgt. Bevor dicke Blumensträuße an den spanischen Dirigenten Gustavo Gimeno und den ersten Violinisten, einen gebeugten alten Herrn, übergeben werden konnten, verdunkelten sich die Bühnenscheinwerfer. Vom Computer gesteuert setzte ein Mix aus Mozart-Orff-und-Rameau-Musik ein, um ein opulentes Feuerwerk musikalisch zu untermalen.

Wetterleuchten, aber kein Unwetter

Warum der eine tiefe Eindruck mit dem nächsten überwältigenden Reiz so eilig ausgetrieben wurde, erklärte zum Schluss der Veranstalter durch eine Ansage. Ihn hatte eine Unwetterwarnung erreicht und so trieb ihn die Sorge, das volle Programm nicht zum Abschluss zu bringen. Doch das Unwetter zog an Potsdam vorbei.

Den ganzen Konzertabend hatte prächtiges Wetterleuchten hinter den Kolonnadenbögen der Communs die Stimmung zusätzlich aufgeheizt. Manchmal fechelten warme Windböen aus Nordost dem Publikum frische Luft zu.

Souveräne Musiker

Die etwa 100 Musiker aus der niederländischen Industriemetropole mit dem größten Containerhafen der Welt ließen sich von den Openair-Bedingungen nicht aus der Ruhe bringen. Mit konzentrierter Gelassenheit gelang es ihnen, die leisen, meditativen und elegischen Stellen herauszuarbeiten. Und wenn es einmal laut und gravitätisch wurde, spielten sie nie pompös auf, sondern hielten kraftvoll Maß.

Vor der Pause brachten sie zwei Tschaikowski-Kompositionen zu Gehör. Die 23-jährige Cellistin Harriet Krijgh brillierte mit Variationen über ein Rokoko-Thema, was als Tribut an den hochbarocken Ort zu verstehen war.

Von Karim Saab

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